Corona- Virus

Die DVB desinfizieren jetzt Busse und Bahnen. Und sie planen zusätzliche Maßnahmen.

In den Dresdner Bussen und Bahnen wollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit zusätzlichen Maßnahmen dafür sorgen, dass die Corona- Ansteckungsgefahr so gering wie möglich ist. Sie sei „nicht größer als in jeder öffentlichen Einrichtung oder in den Supermärkten“, sind die Verantwortlichen überzeugt. Trotzdem werden jetzt Regeln eingeführt, die mehr Sicherheit bieten sollen. Dazu gehört, dass ab Sonnabend bei den Busfahrern keine Fahrscheine mehr gekauft werden können. Den Busfahrgästen, die ein Ticket brauchen, bleibt damit nur, sich schon vor der Fahrt am Automaten oder in einer Verkaufsstelle einen Fahrschein zu besorgen.

Ohnehin wird die erste Tür in den Bussen ab sofort nicht mehr geöffnet. Die Fahrgäste werden gebeten, die anderen Türen zu nutzen. Dies dient vor allem dem Schutz der Fahrer. Alle Türen werden ab sofort automatisch geöffnet, das Knopf drücken an den Türen für einen Haltestellenwunsch oder beim Einsteigen entfällt damit. (Anmerkung:Es wird an jeder Haltestelle gehalten!) Auch das wird ab Sonnabend umgesetzt.

Die Ticketautomaten an den Haltestellen werden ab Montag desinfiziert. Die Busse und Bahnen, die nachts in den Depots ohnehin gereinigt werden, sollen zusätzlich desinfiziert werden, teilte DVB- Sprecher Falk Lösch mit. Alle Servicepunkte des Unternehmens bleiben geöffnet. Ausnahme: die Einrichtung im Hauptbahnhof. Sie ist so klein, dass Kunden und Personal eng beieinanderstehen und wird deshalb ab Montag vorübergehend geschlossen.

Während die DVB noch voll fahren, hat das Tochterunternehmen Taeter Tours seit Tagen mit den Corona- Folgen zu kämpfen. Neun Reisebusse betreibt die Firma und fährt außerdem im Linienverkehr für die DVB. „Das schlägt voll durch“, sagt Geschäftsführerin Grit Jähner. Klassenfahrten würden bereits bis Juni abgesagt, vergangene Woche sei eine VW- Veranstaltung vorfristig beendet worden, bei der fünf Busse im Einsatz waren. Die finanziellen Folgen kann sich noch nicht abschätzen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 14. /15. März 2020