DVB News 2014 - (Teil 3)


News - Archiv


29.12.2014; 23:43 [130]

Betriebshof Tolkewitz wird Schule

Für den geplanten Schulstandort im alten Straßenbahnhof soll eine neue Haltestelle mit Wendeschleife entstehen.

Viele Autofahrer kennen dieses Phänomen auf der Wehlener Straße in Höhe der beiden Tolkewitzer Friedhöfe: Rote Ampeln und Stau vor dem alten Straßenbahnhof. Denn viele Bahnen der Linien 10 und 12 müssen dort wenden, vor allem im Nachtverkehr, aber auch an Sonn- und Feiertagen. Damit dies künftig zügiger funktioniert, will das Rathaus an der Kreuzung Schlömilchstraße eine neue Wendeschleife bauen lassen.

Bislang gibt es dort nur ein Gleisdreieck, das Rangieren ist entsprechend aufwendig und kostet Zeit, erklärt Peter Tatzel vom Stadtplanungsamt. Das sorge oft für Staus auf der Wehlener Straße. Mit der neuen Schleife soll das deutlich besser werden. „Wir wollen dort einen leistungsfähigen Endpunkt zum Wenden schaffen“, sagt der Verkehrsplaner. „Damit erhält auch der neue Schulstandort im alten Straßenbahnhof eine ordentliche Haltestelle.“

Insgesamt 1.800 Schüler sollen dort ab 2017 in einer vierzügigen Oberschule und ein Jahr später in einem fünfzügigen Gymnasium unterrichtet werden. Dafür müssen Teile der bisherigen Gebäude des Straßenbahnhofs zwischen Wehlener und Kipsdorfer Straße abgerissen werden. Auf dem Areal entstehen zwei viergeschössige Gebäude, die über eine gemeinsame Aula und Mensa miteinander verbunden sind. Der zentrale Hof soll von beiden Schulen genutzt werden. Auch ein Teil der Fläche innerhalb der neuen Gleisschleife könnte künftig als eine Art Pausenhof fungieren, so Tatzel. Dort soll auch ein Großteil der Fahrradstellplätze für die beiden Schulen entstehen. Um zum Sportunterricht zu kommen, müssen die künftigen Schüler jedoch die Seitenstraße wechseln, denn Turnhalle und Freifeldanlagen sollen jenseits der Kipsdorfer Straße gebaut werden.

Der neuen Gleisschleife müssen auch mindestens drei alte Werkhallen der Verkehrsbetriebe weichen. Rund eineinhalb Millionen Euro wollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in den Neubau investieren, davon 450.000 Euro allein für den Abriss. Tatzel zufolge sei der Wendepunkt von vornherein in die Planung des neuen Schulstandorts mit einbezogen worden. Denn es sei damit zu rechnen, dass zur Hauptverkehrszeit mehr Bahnen unterwegs sind, die direkt am neuen Schulstandort wenden könnten.

Die neue Großhaltestelle habe jedoch noch weitere Vorteile. So könnten Klassenausflüge in Dresdner Museen künftig mit Sonderfahrten per Straßenbahn durchgeführt werden, sagt Verkehrsplaner Tatzel. Der Bau der neuen Wendeschleife soll im nächsten Jahr beginnen. Ein genauer Zeitpunkt steht jedoch noch nicht fest. Denn im ersten Halbjahr werde zunächst die Ludwig- Hartmann- Straße zweigleisig ausgebaut. Bislang können Bahnen dort immer nur in jeweils eine Richtung fahren. Im zweiten Halbjahr soll dann außerdem die Wehlener Straße im Abschnitt von der Ludwig- Hartmann- Straße bis zur Ankerstraße ausgebaut werden. Für die weitere Strecke bis zum Straßenbahnhof sei das Genehmigungsverfahren ebenfalls abgeschlossen, so Tatzel.

Die Gleisschleife bietet viele Vorteile. So kann gegenüber den bisherigen Wendemanövern der Bahnen Fahrzeit eingespart werden. „Außerdem wird der Autoverkehr auf der Wehlener Straße weniger beeinträchtigt“, sagt Verkehrsplaner Tatzel. Denn die Straßenbahnen rollen künftig von der Wehlener Straße nach rechts in die Schlömilchstraße und durch das Gelände des Straßenbahnhofs zurück auf die Wehlener Straße. Ohne lästige rote Ampel.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 18. Dezember 2014

 

20.12.2014; 16:32 [129]

Bequemeres Umsteigen am Postplatz

Die Nachtbusse ins Dresdner Umland werden ab diesem Wochenende besser mit den Straßenbahnen verknüpft. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe mitteilt, halten die Busse nach Dippoldiswalde, Wilsdruff und Pirna künftig direkt an der Straßenbahnhaltestelle der Linien 1, 2 und 4 am Postplatz. Die Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) treffen sich dort am Sonnabend, Sonntag und Feiertagen um 1:15Uhr und 2:25 Uhr. Wenn die Bahnen abgefahren sind, fahren die drei Nachtbusse in die Haltestelle und die Nachtschwärmer aus der Region können einsteigen. Die Regionalbusse setzen Ihre Fahrt dann über die Wilsdruffer Straße zum Pirnaischen Platz fort.

Da die Busse in Richtung Dresden weniger genutzt werden und viele Fahrgäste schon vorher aussteigen, ändert sich bei der Ankunft der Busse am Postplatz nur wenig. Der Bus aus Pirna hält künftig vor dem DVB- Kundenzentrum. Die Busse aus Wilsdruff und Dippoldiswalde kommen weiterhin in der Marienstraße an.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 18. Dezember 2014

 

17.12.2014; 00:47 [128]

FDP will weniger Zuschüsse für die Verkehrsbetriebe

Scharfe Kritik der Liberalen: Dresden hat sich übernommen und wird gleichzeitig immer investorenfeindlicher.

FDP- Fraktionschef Holger Zastrow ist empört: „Die im Doppelhaushalt geplante Erhöhung von Steuern in Zeiten von Rekordsteuereinnahmen ist ein Armutszeugnis“, sagt er. Auch „finanzpolitisch irre Ideen“, wie eine neue Woba, könne die FDP/Bürgerfraktion nicht mittragen. Sie werde in der nächsten Woche gegen den Doppelhaushalt stimmen. Mit einem Zehn- Punkte- Programm will Zastrow gegensteuern. Hier einige Beispiele: Gewinne städtischer Unternehmen, wie etwa die Drewag, sollten wieder direkt an den städtischen Haushalt gezahlt werden. Immer mehr Projekte, wie die Sanierung der Bäder und der Ausbau des Kraftwerks Mitte, werden ausgelagert und damit der Mitsprache des Stadtrats entzogen, kritisiert er.

Zastrow schlägt vor, die Zuschüsse an die Dresdner Verkehrsbetriebe um fünf bis zehn Millionen Euro pro Jahr zu kürzen. „Wir haben in Dresden bundesweit das beste Nahverkehrsnetz. Das Geld kann für Investitionen in Straßen, Rad- und Fußwege verwendet werden.“ Davon halten die DVB nichts. „Wir kriechen bereits auf dem Zahnfleisch“, sagt Vorstand Reiner Zieschank. Der Betrieb habe vieles optimiert, Mitarbeiter abgebaut. Von den Kunden wollen wir nicht noch mehr nehmen“,spricht Zieschank sich auch gegen Fahrpreiserhöhungen aus. Eine Kürzung sei verantwortungslos in einer wachsenden Stadt.

Angesichts steigender Einwohnerzahlen sollte die Stadt stärker als bisher Bund und Land in die Pflicht nehmen, beispielsweise für den Schulhausbau und die Unterbringung von Asylbewerbern. „Rathaus, Schulen oder Kraftwerk, Dresden baut viel zu teuer“, sagt Zastrow. So könnten bei dem Schulbauprogramm von 500 Millionen Euro sicher fünf Prozent eingespart werden. Leipzig komme mit 45 Millionen Euro für ein Schulbaugroßprojekt aus. Dresden benötige 60 Millionen Euro. Weil die Stadt immer weiter wächst, sollte es über eine Kooperation mit dem Umland im Schul- Berufsschul- und Kitabereich nachdenken. Auch Fusionen wie mit Ottendorf- Okrilla seien denkbar.

Viel Geld verschenke Dresden, weil es immer investorenfeindlicher wird. Investoren dürften nicht mehr zu Tode diskutiert werden, fordert Zastrow.

Trotz der Kulturgroßprojekte dürfte die Kultur nicht aus der Spardiskussion ausgeklammert werden. „Wir sollten eine Kultur- Spielbetriebs- GmbH mit etwa gemeinsamer Buchhaltung und Werkstätten gründen“, sagt er. Auch in der Stadtverwaltung seien neue Strukturen nötig.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 6./7 Dezember 2014

 

12.12.2014; 17:17 [127]

Volvo- Hybridbus rollt durch Dresden


Foto: D. Seifert

Die gelbe Busflotte der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bekommt für die kommenden vier Wochen einen weißen Farbtupfer. Voraussichtlich ab Donnerstag wird das Unternehmen einen Volvo- Hybridbus testen. Weil dieser nur bis zum 8. Januar im Einsatz ist, wurde er nicht extra in den DVB- typischen Farben umgespritzt, sondern bleibt weiß. „Volvo hatte uns angeboten, das Fahrzeug zu testen“, sagt Sprecher Falk Lösch. Die DVB wollen unter anderem wissen, wieviel Sprit sich mit dem Fahrzeug, das mit einem Elektro- und einem Dieselmotor angetrieben wird, einsparen lässt. Er soll auf den Linien 63 und 65 sowie am Wochenende auf der Linie 61 eingesetzt werden.

Die Verkehrsbetriebe planen derzeit aber nicht den Kauf neuer Busse. Das sei auch abhängig von Fördermitteln des Landes oder Bundes, so Lösch. Der Volvo- Bus würde etwa 400.000 Euro kosten und damit rund 100.000 Euro mehr als ein herkömmlicher Diesel- Bus.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 08. Dezember 2014

 

10.12.2014; 00:27 [126]

Schloßfähre pendelt wieder

Der Getriebeschaden an der Autofähre der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ist schneller repariert worden als geplant. Seit Sonnabendnachmittag ist sie wieder zwischen Kleinzschachwitz und Pillnitz im Einsatz, wie DVB- Sprecher Falk Lösch gestern mitteilte. Ursprünglich sollte sie erst am Mittwoch ihren normalen Liniendienst aufnehmen.

Die Schloßfähre war Ende November nach einem Schaden am modernen Schottel- Antrieb ausgefallen. Statt mit Schraube und Ruder wird das Schiff mit speziellen Pumpdüsen gesteuert, die Wasser aus der Elbe ansaugen und mit hohem Druck wieder ausstoßen. Das funktioniert sogar bei niedrigem Wasserstand. Auch 360- Grad- Wendemanöversind mit dem Antrieb möglich. Rund 5.000 Euro haben die DVB in die Instandsetzung der Schloßfähre investiert. Erst im Sommer waren an dem Schiff Flutschäden beseitigt worden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 08. Dezember 2014

 

04.12.2014; 17:15 [125]

Intelligente Ampeln sorgen für flüssigen Verkehr

Was bei ihren Erfindern simpel „Ampel mit Selbst- Steuerung“ heißt, ist eine echte Weltpremiere aus Dresden. Im Zuge des Projektes „Verbesserung der Verkehrssteuerung der Nord- Süd- Verbindung“ wurden bereits die Kreuzungen Königsbrücker Landstraße / Karl- Marx- Straße und Königsbrücker Straße / Infineon Nord so ausgerüstet. Die unvermeidbaren Wartezeiten haben sich für Autofahrer, Fahrgäste im ÖPNV, Fußgänger und Radfahrer wesentlich verkürzt. Stau ist dort kein Thema. Die Ampel schaltet immer nach Bedarf und hat keine festen Umlaufzeiten. Das gibt es weltweit bisher in keiner anderen Stadt.

Als intelligent bezeichnete Signalanlagen, die Ihre Grünphase entsprechend der Belegung an der Kreuzung dehnen oder verkürzen, gibt es schon lange. Gemessen wird diese Belegung durch Induktionsschleifen vor der Kreuzung. Trotzdem spulen diese Lichtsignalanlagen immer ihre Programme ab. Je nach Tageszeit oder Wochentag unterschiedliche. Ändert sich etwas, zum Beispiel bei Bauarbeiten, muss aufwändig umprogrammiert werden. Die denkende Ampel hat das nicht nötig, weil sie einfach kein festes Programm hat. Der Erfinder Stefan Lämmer von der Technischen Universität Dresden beschreibt es wie folgt: „Wenn ein Verkehrspolizistdie Kreuzung regelt, dann schaut er auf den Verkehr und nicht auf die Uhr. Genau so, nur viel schneller und präziser, macht es die Selbst- Steuerung. Die Ampel entscheidet selbst, wann welcher Verkehrsstrom wie lange grün bekommt. Detektoren erfassen, aus welchen Richtungen sich wie viele Fahrzeuge der Kreuzung nähern. Ein Optimierungsverfahren berechnet daraus, sekündlich neu, mit welchen Grünzeiten die wenigsten Fahrzeuge anhalten und warten müssen.“

Je nach Situation werden Verkehrsteilnehmer bevorzugt oder zurückgesetzt. Steht beispielsweise eine Straßenbahn an der Haltestelle, bekommt der Fußgänger im Zulauf zur Haltestelle ein größeres Gewicht. Kommt keine Bahn, kann er zugunsten der Autos auch mal etwas länger warten. Die Bahn selbst wird in der Einordnung zur Freigabe etwa 20 Autos gleichgesetzt. Ihre Informationen bezieht die Lichtzeichenanlage nicht nur durch eigene Detektoren. Sie greift zusätzlich auf Informationen zu, die vorgelagerte Ampeln liefern. Dadurch kennt die Ampel lange genug im Voraus die auf sie zu kommende Fahrzeugmengeund berechnet die Grünphase. Grüne Wellen entstehen so von selbst. Fahren mehr Autos in der Querrichtung, passt sie die Freigabezeit und Reihenfolge sofort an. Wenn tagsüber viel Verkehr über die Kreuzung fahren will, ergeben sich eher lange Grünphasen. Nachts, bei wenig Verkehr, kann die Anlage dagegen häufiger umschalten. Diese neuartige Ampel braucht auch nicht umprogrammiert zu werden, weil sie sich ständig selbst anpasst und mitdenkt.

Diese Weltneuheit ist eigentlich ein sensationelles Nebenprodukt aus dem Projekt „Verbesserung der Verkehrssteuerung der Nord- Süd- Verbindung (NSV)“, das die Modernisierung und Optimierung von insgesamt 24 Ampeln zwischen Nürnberger Platz und Königsbrücker Landstraße vorsieht. Zunächst zwei davon arbeiten testweise mit der Selbst- Steuerung. Das Projekt wird von der Landeshauptstadt Dresden, den Dresdner Verkehrsbetrieben und der Technischen Universität Dresden gemeinsam umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaats Sachsen.

Quelle: DVB Einsteiger vom 29. / 30. November 2014

 

02.12.2014; 21:38 [124]

Schloßfähre defekt

Für Autofahrer gibt es derzeit keine Möglichkeit, die Elbe zwischen Pillnitz und Kleinzschachwitz zu überqueren. Denn seit Dienstagabend ist die Schloßfähre wegen eines Schadens außer Betrieb, wie Falk Lösch gestern mitteilte, der Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Alternativ ist jedoch die Personenfähre in Betrieb, die Fahrgäste und Fahrräder transportieren kann, so Lösch weiter. Grund für den Ausfall der Schloßfähre ist ein überraschender Getriebeschaden an einem der Schottel- Antriebe. Statt mit Schraube und Ruder zum Lenken ist das Schiff mit speziellen Pumpdüsen ausge- rüstet, die Wasser aus der Elbe ansaugen und mit hohem Druck wieder ausstoßen. Damit ist auch das Steuern bei niedrigem Wasserstand möglich. Außerdem lassen sich die Düsenum 360 Grad drehen und ermöglichen so präzise Wendemanöver.

Bis 10. Dezember falle das Schiff voraussichtlich aus. Ähnlich wie bei Autos würden auch die Getriebe der Fähre bei Dauerbelastung verschleißen, ohne das sich sofort ein Ausfall ankündige.

Einer der Antriebe war erst im August nach einem Hydraulikschaden in der Laubegaster Werft repariert worden. Außerdem wurden Schäden vom Hochwasser 2013 am Rumpf der Fähre beseitigt und ein neuer Anstrich aufgetragen. Rund 15.000 Euro hatte die Instandsetzung der Schloßfähre gekostet.

Diesmal lässt sich der Schaden nicht ohne Weiteres auf der unweit gelegenen Werft reparieren. Denn nach dem Ausbau des Getriebes am Mittwoch hätten DVB- Experten einen Schaden an den Zahnrädern und der Kupplung festgestellt. Der könne nur in einer Spezialwerkstatt für Marine- Getriebe in Troisdorf bei Köln repariert werden, sagt der DVB- Sprecher. Das etwa fünf Jahre alte Bauteil sei bereits dorthin unterwegs. Sollten die benötigten Ersatzteile schnell verfügbar sein, könnte die Schloßfähre auch vor dem 10. Dezember wieder in Betrieb gehen.

Wie teuer der Getriebeschaden für die Verkehrsbetriebe wird, lasse sich noch nicht abschätzen. Das werde erst die genaue Diagnose der Troisdorfer Spezialfirma am kommenden Montag ergeben, sagt DVB- Sprecher Lösch. Das reparierte Getriebe soll später direkt am Kleinzschachwitzer Ufer eingebaut werden. Ein Ausflug zur Laubegaster Werft sei in diesem Fall nicht nötig.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 28. November 2014

 

27.11.2014; 15:41 [123]

Bus- und Bahnfahren zum halben Preis

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) nutzen das erste Adventswochenende, um Werbung für ihr Handyticket zu machen. Am 29. und 30. November kosten alle Fahrkarten, die auf diesem Weg gekauft werden, die Hälfte: Die Einzelfahrt kostet zum Beispiel 1,10 Euro, die Tageskarte drei Euro und die Familientageskarte 4,50 Euro.

Am einfachsten funktioniert der Kauf über die App „HandyTicket Deutschland“. Diese gibt es kostenlos für iPhonesund für Android- Smartphones. Einzige Voraussetzung für den Kauf eines Handytickets ist eine einmalige Anmeldung. Damit kann man theoretisch auch in weiteren 19 deutschen Städten und Regionen wie Berlin, Nürnberg, Augsburg oder Chemnitz ein Handyticket kaufen.

Jedes Handyticket ist immer sofort gültig. Nicht verbrauchte Abschnitte der 4er- Karte können ohne weitere Kosten auch später genutzt werden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 26. November 2014

 

27.11.2014; 15:39 [122]

Gleisdreieck wird zu Gleisschleife

Das Rathaus plant, die Gleisschleife am alten Tolkewitzer Straßenbahnhof umzubauen. Im Blasewitzer Ortsbeirat soll dazu heute Abend eine Voruntersuchung zu den Bauplänen vorgestellt werden. Hintergrund ist die Umgestaltung des alten Betriebshofs der Dresdner Verkehrsbetriebe zum neuen Schulstandort Tolkewitz. Dafür sollen mehrere Gebäude fallen, unter anderem ein Verbindungsbau von der Straßenbahnhalle zu den alten Werkstattgebäuden an der Schlömilchstraße.

An einer Seiteneinfahrt des Straßenbahnhofs nahe der Kipsdorfer Straße endet dort derzeit die bestehende Wendeschleife. Die soll künftig enger gefasst werden und mit einer Haltestelle für den neuen Schulstandort ergänzt werden. Die Pläne dazu zeigen Mitarbeiter des Rathauses heute Abend im Ortsbeirat. Die Sitzung beginnt um 17:30 Uhr in der Aula des Martn- Andersen- Nexo- Gymnasium in der Haydnstraße 49.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 26. November 2014

 

27.11.2014; 15:38 [121]

Schulkomplex statt Straßenbahnhof

Bis 2018 entstehen an der Wehlener Straße Gymnasium und Oberschule. Eine Ausstellung zeigt jetzt den Siegerentwurf.

Kinderlachen statt quietschender Räder auf Gleisen: Auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofes in Tolkewitz wird ein neuer Schulkomplex entstehen. Anfang 2018 sollen hier eine vierzügige Oberschule und ein fünfzügiges Gymnasium mit dazugehörigen Sporthallen und Freiflächen öffnen. Rund 2.000 Schüler sollen künftig hier lernen. Im Frühjahr 2016 wird Baubeginn für den rund 58 Millionen teuren Komplex sein, vorbereitende Maßnahmen wie Abbruch oder die Sicherung denkmalgeschützter Gebäude sind bereits für das kommende Jahr geplant.

Der Stadtrat hatte die Planung und Errichtung des Schulstandortes an die städtische Tochtergesellschaft Stesad übertragen. Diese hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt mit dem Ziel, einen städtebaulich und architektonisch anspruchsvollen Entwurf zu erhalten. Gefordert war eine nachhaltigkeitsorientierte Planung unter engen Termin- und Kostenvorgaben. Gewonnen hat die Architektengemeinschaft Zimmermann Architekten, Architekturbüro Raum und Bau GmbH sowie Fuchs und Rudolph Architekten- Stadtplaner aus München.

Ihr Siegerentwurf zeigt zwei viergeschossige Schulbaukörper, die über einen gemeinsamen Bereich von Mensa und Aula im Gelenk verbunden sind. Es wird drei Zugänge von der Wehlener, Kipsdorfer und Schlömilchstraße geben sowie einen von beiden Schulen gemeinsam genutzten Schulhof. Durch den Erhalt der ältesten Straßenbahnhalle blieben die Spuren des Ortes lesbar, so das Preisgericht. Es bestand aus Architekten und Ingenieuren sowie Vertretern städtischer Ämter. Den Vorsitz hatte Angela Mensing de Jong, Architektin aus Dresden. Nun muss die Architekten- Gemeinschaft weitere Produkte, die von der Stadt gefordert worden, einarbeiten.

Wer sich die Gewinnerentwürfe sowie die der anderen Architekturbüros ansehen möchte, kann dies direkt vor Ort tun. Die Stadt zeigt die Planungsentwürfe noch bis zum 4. Dezember im ehemaligen Straßenbahnhof. Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostenfrei. Der Zugang zum Straßenbahnhof auf der Wehlener Straße 38 erfolgt über den Vorplatz.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 25. November 2014

 

27.11.2014; 15:36 [120]

Schwarzfahren wird teurer

60 statt 40 Euro: am Freitag wird der Bundesrat über höhere Strafen für Schwarzfahrer entscheiden. Sollte die neue Regelung kommen, wollen sie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Stadtgebiet anwenden. „Grundsätzlich begrüßen wir das“, sagt DVB- Sprecher Falk Lösch. So werde die Abschreckung für die Schwarzfahrer erhöht. „Das ist im Sinne unserer ehrlichen Fahrgäste.“ Das Unternehmen macht nach eigenen Angaben pro Jahr 2,5 Millionen Euro Verlust durch Schwarzfahrer. Hinzu kommen Ausgaben von 1,3 Millionen Euro für Kontrollen und Verwaltungsaufwand. Täglich seien 30 Kontrolleure im Einsatz, so Lösch. Der Bundesrat entscheidet am Freitag über einen Antrag Bayerns, dem der Verkehrsausschuss der Länderkammer bereits zugestimmt hat. Die Verkehrsunternehmen könnten die Strafen dann ab Januar erhöhen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 25. November 2014

 

22.11.2014; 15:42 [119]

Minibusse für westliche Stauffenbergallee

Ab 5. Januar fahren zwischen 5:30 und 19 Uhr Minibusse entlang der Stauffenbergallee West. Das teilte Stadtentwicklungsbürgermeister Jörn Marx (CDU) auf FDP- Anfrage im Stadtrat mit. Das Gebiet habe sich besonders gut entwickelt, mehr als 1.200 neue Arbeitsplätze seien durch das Landesamt für Straßenverkehr und den Ausbau der Polizei entstanden. Weil der Zustand der Straße desaströs ist und durch die Justizvollzugsanstalt der Platz für eine Wendeschleife fehlt, können keine großen Busse eingesetzt werden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 21. November 2014

 

22.11.2014; 15:41 [118]

Fahrschein im Chipkartenformat

Im November erhalten die ersten Kunden das Plaste- Viereck. Die Verkehrsbetriebe versprechen viele Vorteile.

Quadratisch, praktisch, gut – so oder so ähnlich würden die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihre neue Abo- Chipkarte beschreiben. Bereits seit etwas mehr als zwei Jahren tüftelt das Unternehmen an dem Ersatz für den bisherigen Papierfahrschein. Nun steht fest: Am 3. Novemer erhalten die ersten Testkunden das Plaste- Viereckin EC-Karten- Größe. Im Dezember folgen dann 1.500 Jahreskarten- Besitzer. „Wir fangen mit den personalisierten Jahreskarten an“, sagt Unternehmenssprecher Falk Lösch. Bis Ende 2015 sollen auch alle Besitzer von nicht- personalisierten Jahreskarten und Abokarten die Chipkarte erhalten. 100.000 Nutzer sind betroffen. Rund 750.000 Euro investieren die Verkehrsbetriebe in das papierlose Ticket.

Für die Kunden soll der Wechsel von Papier auf Plaste unkompliziert vonstattengehen. Den Nutzern der personalisierten Jahreskarte wird statt des Papierfahrscheins ab Dezember einfach die Chipkarte zugeschickt. Den Abo- Kunden, den alle drei Monate per Post jeweils vier Monatskarten zugeschickt wurden, bekommen beim nächsten Mal Plaste statt Papier. „Das kann beim ersten Versand des Jahres sein oder beim dritten“, sagt Lösch. Die Chipkarte gilt dann ab dem ersten Monat nach Ablauf der letzten Papiermonatskarte. Wer eine Jahres- oder Abokarte neu kauft, bekommt voraussichtlich schon ab Januar die Chipkarte. Ab 2016 sollen auch die Job- und die Studententickets durch die Chipkarte ersetzt werden.

Besserer Schutz bei Diebstahl

Auf dem Chip hinterlegt sind die Daten über das Ticket und den Inhaber der Zeitkarte. Kontrolleure sind deswegen künftig mit Kartenlesegeräten in Bussen und Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen kann die Karte auch an dem Verkaufsautomaten beim Fahrer abgescannt werden. Die DVB betonen, sich an die Bestimmungen des Datenschutzes zu halten. So würden beispielsweise keine Bewegungsdaten von den Kunden gesammelt.

Mit den neuen Fahrkarten wollen die Verkehrsbetriebe zum einen Geld sparen, aber zum anderen auch den Service für ihre Kunden verbessern. Bislang bekommen die Abo- Kunden dreimal pro Jahr Post von den DVB. Darin enthalten sind jeweils vier Monatskarten. Diesen Aufwand sparen sich die DVB mit der neuen Chipkarte. Weil beispielsweise das Porto für die Briefe wegfällt, erwartet das Unternehmen auch einen finanziellen Vorteil. Außerdem vergessen einige Abo- Kunden immer wieder, zum Monatsanfang das neue Ticket einzustecken. Bei Kontrollen gelten sie als Schwarzfahrer. Das soll sich mit dem neuen Ticketsystem ändern: Die neue Chipkarte ist solange gültig, wie der jeweilige Vertrag mit den DVB läuft. Nach dessen Ende wird die Chipkarte wieder an die Verkehrsbetriebe zurückgegeben.

Wichtig für das Unternehmen und die Kunden ist auch, dass der Missbrauch der Tickets mit der Chipkarte weitaus schwieriger wird. Der Grund: Sollte die Chipkarte geklaut werden, kann der Nutzer diese problemlos sperren. Den Kontrolleuren, die die Chipkarten prüfen, wird das dann angezeigt. Bislang hat sich der Diebstahl einer Zeitkarte gelohnt, weil dieser für die Kontrolleure nicht nachweisbar war. Wer seine Chipkarte verliert, dem wird diese ersetzt. Ob dafür eine Verwaltungsgebühr fällig wird, ist noch offen.

Zunächst ist die Chipkarte als Ersatz für die gedruckten Abo- und Jahreskarten sowie Jobtickets gedacht. Das unscheinbare Plaste- Viereck kann aber noch mehr. Es ist prinzipiell dafür ausgelegt, dass auch Monats- oder Jahreskarten anderer Verkehrsunternehmen in Deutschland auf dem Chip gespeichert werden können. Für die Kunden ergibt sich dadurch ein großer Vorteil: Pendler die den öffentlichen Nahverkehr in zwei Städten nutzen, brauchen statt zweier Papiertickets nur noch eine Chipkarte. Es ist aber noch offen, wann dieser Plan umgesetzt wird.

Bezahlen mit Chipkarte möglich

Ebenfalls unklar ist, wann die DVB- Kunden ihre Chipkarte als Zahlungsmittel für Carsharing oder Leihräder nutzen können. Der Chip in der Karte ist theoretisch dafür ausgelegt. Die Voraussetzung: Die Unternehmen müssen Kooperationen mit den DVB eingehen. Das Ziel: Mit den Zusatzangeboten wird der Nahverkehr so attraktiv, dass immer mehr Menschen ihr Auto stehen lassen. Die Verkehrsbetriebe erhoffen sich dadurch weitere Kunden und weiteren finanziellen Gewinn. Irgendwann soll es auch möglich sein, die Chipkarte mit Geld aufzuladen. Die Chipkarte könnte dann auch zum Bezahlen von Einzelfahrten genutzt werden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 27. Oktober 2014

 

22.11.2014; 15:38 [117]

Öffi's, Teilfahrräder & -autos besser vernetzen

Carsharing, Mieträder und die Straßenbahnhaltestelle an einem Ort: Der Schillerplatz soll zum Pilotprojekt für eine neue Form der Mobilität werden.

Mit dem Leihfahrrad durch die Innenstadt, mit der Straßenbahn auf Arbeit und mit dem geteilten Auto zum Ausflug aufs Land – so oder so ähnlich stellt sich die Stadt die Mobilität der Zukunft vor. Der Gedanke dahinter: Immer weniger Dresdner würden dann ein eigenes Auto besitzen. Die Stau- und die Parkplatzprobleme wären damit gelindert. Wie die Alternativen zum eigenen Auto besser verknüpft und an einem Ort zusammengeführt werden können, ist seit gestern am Schillerplatz zu sehen. Auf Initiative der Schillergalerie ist dort der erste sogenannte Mobilitätspunkt in Dresden entstanden. In den nächsten Jahren sollen weitere im gesamten Stadtgebiet folgen.

Das Pilotprojekt ist eine Kooperation von verschiedenen Unternehmen. Der Anbieter SZ- Bike hat auf dem Kinovorplatz an der Hüblerstraße eine Station mit sechs Fahrrädern installiert. In der Tiefgarage darunter ist Platz für bis zu drei Carsharing- Wagen des Unternehmens Teilauto. Da es sich zum Teil um Elektroautos handeln soll, bauen die Stadtwerke Drewag in den kommenden Wochen eine Ladestation ein. Mit im Boot sind außerdem die Dresdner Verkehrsbetriebe, deren Bus- und Straßenbahnhaltestelle ebenfalls gleich in der Nähe ist. Durch die gemeinsame Sache erhoffen sich alle teilnehmenden Unternehmen mehr Kundschaft.

Wir sind froh, dass die Schillergalerieden ersten Schritt gemacht hat“, sagte der Leiter des Stadtplanungsamtes, Stefan Szuggat. „Der erste Mobilitätspunkt könnte auch ein Baustein dafür sein, um die Verkehrssituation am Schillerplatz zu verbessern.“ Szuggat kündigte gestern an, dass das Rathaus dem Stadtrat demnächst mehrere mögliche Orte für weitere Mobiliätspunkte in der Nähe von Bus- und Straßenbahnhaltestellen vorschlagen werde. Vorraussichtlich ab 2016 könnten diese dann Stück für Stück auf öffentlichen Plätzen entstehen.

Für die Blasewitzer Ortsamtsleiterin Sylvia Günther hat das Projekt am Schillerplatz einen angenehmen Nebeneffekt. Die Leihfahrräder von SZ- Bike wurden dort bislang wild an Laternenmasten oder an Geländer angeschlossen. Künftig sollen alle Räder nur noch an der Fahrradstation auf dem Kinovorplatz stehen. Daneben wurden weitere Fahrradständer mit rund 30 Plätzen aufgebaut.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 12. November 2014

 

10.11.2014; 21:39 [116]

Elektrobus -Teil 2!

Seit gestern rollt Dresdens erster Batteriebus durch die Stadt. Bei der ersten Fahrt gab es kaum Probleme, aber auch eine kleine Enttäuschung.

Etwas ungläubig mustern die Leute den Wagen. „Batteriebus“ und „Schnellladung“ steht auf den Seiten. Oben mintgrün und unten weiß ist er. Haben die Dresdner Verkehrsbetriebe etwa ihre Farben geändert? Es ist ein ungewöhnlicher Test den das Unternehmen gestern gemeinsam mit dem Fraunhofer- Institut startet Nach zwei Jahren Forschungsarbeit ist der erste Dresdner Batteriebus ab sofort täglich von montags bis freitags auf einem Teilstück der Linie 61 zwischen Busbetriebshof Gruna und Tharandter Straße unterwegs. Im Januar wird über eine Fortsetzung des Experiments entschieden.

Das ist wie eine Straßenbahn auf Rädern“, sagt Busfahrer Matthias Berndt. Der 60- Jährige, der seit fast vier Jahrzehnten für die DVB auf Dresdens Straßen und Schienen unterwegs ist, gehört zu den zwölf ausgewählten Testfahrern der Verkehrsbetriebe. Gestern übernimmt er die erste Schicht von 6.45 Uhr bis 13 Uhr.

Beim Anfahren muss ich das Pedal nur ganz leicht antippen und schon zieht er an“, sagt Matthias Berndt. „Und wenn ich den Fuß vom Gaspedal nehme, dann rollt er ganz gemächlich und langsam aus.“ Im Unterschied zum tuckernden Dieselbus ist der Elektrowagen an den Haltestellen still. Das dürfte vor allem Anwohner freuen. Außerdem gibt es keine Schaltung und damit wie bei einem Automatikauto kein Ruckeln während der Fahrt.

Der Bus in dem rund 60 Personen Platz haben, ist gestern gut gefüllt. Die meisten Fahrgäste sind aber nicht neugierig auf die Technik, sondern wollen einfach schnell von A nach B kommen – zum Beispiel von Löbtau zur Uni. Der Testwagen wird zusätzlich zum normalen Linienbetrieb auf der stark genutzten Strecke eingesetzt. „Wir sind zufällig eingestiegen, weil wir in den Zoo wollen“, sagt zum Beispiel Bernhard Bramlage, der mit seinen beiden Kindern unterwegs ist. „Zum Hybridbus ist aber kein Unterschied zu hören.“ Auch Fahrgast Karsten Jenert, der extra wegen der Testfahrt gekommen ist, hat sich den Batteriebus noch etwas ruhiger vorgestellt. „Ich habe im Radio davon gehört und war neugierig“, sagt er. „Er klingt aber fast so wie die anderen auch.“

Unterdessen rollt Busfahrer Matthias Berndt über die Nossener Brücke. Die leichte Steigung nimmt der Wagen ohne Probleme. In Kurven ist er etwas vorsichtiger als sonst – die schweren Batterien auf dem Dach sorgen für ein ungewohntes Fahrgefühl. „Ansonsten versuche ich, den Bus viel rollen zu lassen“, erklärt er. Der Grund: Die gewonnene Energie fließt dann zurück in die Batterie und lädt den Speicher beim Fahren wieder auf.

Der Moment der Wahheit kommt am Busbetriebshof in Gruna. Dort hat das Fraunhofer- Institut eine Nachladestation errichten lassen. Wenn der Bus in die Haltestelle fährt, empfängt der Wagen Signale von kleinen Sendern, die in den Bordstein eingebaut sind. Erreicht der Bus eine bestimmte Position, fährt ein Stromabnehmer auf dem Dach automatisch nach oben aus und dockt an einer Haube an, die etwa vier Meter über der Straße montiert ist. Dann fließt der Strom.

Gestern vormittag hakt das System noch ein wenig. Die Kommunikation zwischen Bus und den kleinen Sendern funktioniert nicht. Der Stromabnehmer muss deswegen per Kippschalter ausgefahren werden. Die Fraunhofer- Forscher arbeiten aber an einer Lösung für das Problem. Ansonsten sind sie aber zufrieden mit den ersten Fahrten im Linienbetrieb. „Der Batterieverbrauch ist geringer als gedacht“, sagt Fraunhofer- Mitarbeiter Reike Jungnick zu Busfahrer Matthias Berndt.

Nach der Fahrt der 14 Kilometer langen Strecke von Gruna nach Löbau und zurück ist die Batterie immer noch 60 Prozent gefüllt. In drei bis vier Minuten wird der Energiespeicher auf 85 Prozent nachgeladen. „Wie lief die Fahrt?“, fragt Reike Jungnick den Testfahrer. „Gut, super“, antwortet der.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 04. November 2014

 

03.11.2014; 20:47 [115]

Dresdens erster Elektrobus on Tour

Auf der Linie 61 fährt bald Dresdens erster Batteriebus. Der Testlauf soll wichtige Erkenntnisse liefern.

Die Fahrgäste werden den Unterschied sofort merken – und das liegt nicht nur an dem ungewöhnlichen Äußeren. Bereits seit dem Sommer rollt Dresdens erster Batteriebustestweise durch Dresden. Ab November soll das Fahrzeug nun auch ganz regulär im Linienbetrieb der 61 eingesetzt werden. „Das Brummen des Dieselmotors fällt weg“, sagt der Projektleiter am Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme, Thoralf Knote. „Man wird stattdessen nur ein leises Summen hören.“ Der 46- Jährige, der das Projekt seit dem Start vor zweieinhalb Jahren leitet, ist angetan von der Technik. „Wir sind mit der Funktionsweise des Busses sehr zufrieden“, sagt der Ingenieur. „Und auch die Ladestation macht, was sie soll.“

Ganz unbekannt ist diese Technik in Dresden nicht. Von 1949 bis 1975 waren die Oberleitungsbusse, besser bekannt als O- Busse, regelmäßig auf den Linien 61 und 62 unterwegs. Der neue, zwölf Meter lange Bus, in dem Platz für ungefähr 70 Menschen ist, wird derzeit im Grunaer Busbetriebshof auf den Linienbetrieb vorbereitet. Unter anderem bauen die Dresdner Verkehrsbetriebe Fahrscheinentwerter und die Technik für das Betriebsleitsystem ein. In DVB- Gelb wird der Bus aber nicht umlackiert. Er ist Eigentum des Fraunhofer Instituts und bleibt deswegen und bleibt deswegen in der Farbe der Forschungseinrichtung – unten Weiß und auf dem Dach Mintgrün.

Wann genau der Linienbetrieb startet, will Projektleiter Knote noch nicht verraten. „Es ist ein reines Versuchsfahrzeug“, sagt er. Es könne deswegen durchaus sein, dass sich der geplante Start kurzfristig noch einmal verzögere. „Es wird aber für den Bus einen richtigen Fahrplan geben.“ Den Verkehrsbetrieben kommt das recht, weil die Linie 61 überlastet ist und der Elektrobus von Montag bis Freitag zusätzlich eingesetzt werden kann.

Pendeln wird das innovative Fahrzeug auf einem Teilstück der Linie zwischen dem Busbetriebshof Gruna und der Endhaltestelle auf der Tharandter Straße in Löbtau. Auf dem Dach befindet sich die Batterie, die den Elektromotor mit Energie versorgt. Die Leistung des Speichers reicht für die rund 14 Kilometer lange Strecke von Gruna nach Löbtau und zurück. Am Busbetriebshof wird die Batterie in sieben bis acht Minuten aufgeladen.

Die Station dafür ist bereits seit mehreren Wochen fertig. Wenn der Bus in die Haltestelle fährt, empfängt der Wagen Signale von kleinen Sendern, die in den Bordstein eingebaut sind. Erreicht der Bus eine bestimmte Position, fährt der Stromabnehmer auf dem Dach automatisch nach oben aus und dockt an einer Haube, die etwa vier Meter über der Straße montiert ist, an. In weniger als einer Sekunde ist der Kontakt hergestellt, und der Strom fließt in den Bus. Es wird immer soviel nachgeladen, dass er die Strecke bis nach Löbtau und zurück aufs Neue schafft.

Der Härtetest im Linienbetrieb soll nun zeigen, ob das so reibungslos funktioniert wie in den vergangenen Wochen. Vor allem wollen die Fraunhofer- Forscher aber wissen, wie die Fahrer der Verkehrsbetriebe mit dem Wagen und dem Ladesystem zurechtkommen. „Uns interessiert vor allem die Meinung der DVB- Fahrer“, sagt Knote. Die Fahrgäste werden den Unterschied zu einem handelsüblichen Dieselbus nicht nur wegen der größeren Ruhe im Wagen spüren, sondern auch wegen des gleichmäßigeren, ruckelfreien Anfahrens – ähnlich wie bei der Straßenbahn. „Auch für die Anwohner an den Haltestellen ist der Elektrobus angenehmer“, sagt Knote. „Es gibt keine Motorengeräusche mehr.“

Dass der Bus bald im Linienbetrieb durch Dresden rollt, ist eine Leistung verschiedener Unternehmen unter der Leitung des Fraunhofer- Instituts. Die Projektkosten von rund drei Millionen Euro trägt zum großen Teil das Bundesforschungsministerium. „Wir wollen mit dem Projekt zeigen, dass ein batteriebetriebener Bus mit einer Nachladestation kein Hexenwerk ist, sondern ein Konzept, das gangbar ist“, sagt Knote. Für den Durchbruch auf dem Markt seien die Batterien derzeit noch zu teuer. „Aber die Preise für Batterien und Batteriebusse werden sinken. Und wir sind gut beraten, uns nach Alternativen zu den fossilen Brennstoffen umzuschauen.“

Der Linienbetrieb des vollelektrischen Busses ist erst einmal nur bis Ende Januar nächsten Jahres geplant. Sollten die Verkehrsbetriebe an einer Fortsetzung interessiert sein, könnte der Testlauf verlängert werden. Außerdem ist denkbar, dass der Bus in anderen Städten eingesetzt wird und dort Werbung für den elektrischen Nahverkehr macht.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 01./02. November 2014

 

03.11.2014; 20:46 [114]

Revision Schwebebahn und defekte Fähre

Ab Montag müssen die Bergbahnen zum Herbst- Tüv. Das Schiff Johanna ist von einem Baum beschädigt worden.

Großreparatur bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB): Ab Montag ist die Loschwitzer Schwebebahn für zwei Wochen außer Betrieb. Grund dafür ist die Herbst- Untersuchung der gesamten Anlage. Dies teilt DVB- Sprecher Falk Lösch mit. Dabei werden unter anderem die Seilbahnsteuerung und die Signalanlage kontrolliert sowie die Stützenkonstruktion in Augenschein genommen. Eine erste Überprüfung der Technik hatte schon in dieser Woche stattgefunden, nachdem ein Möbel- LKW auf dem Veilchenweg mit einer der Kabinen zusammengestoßen war. Besteht die historische Bergbahn alle Tests, bekommt sie wieder ein TÜV- Zertifikat. Anschließend ist die Standseilbahn dran, so Lösch weiter.

Auch die Fähre Johanna, welche die Johannstadt mit der Neustadt verbindet, musste am Donnerstag überraschend auf die Laubegaster Werft geschleppt werden. Schon am Mittwochabend hatte ein rund sechs Meter langer Baumstamm das Schiff manövrierunfähig gemacht. Er hatte sich zwischen Antrieb und Schiffsboden verfangen, sagt der DVB- Sprecher. Seither ist eine Ersatzfähre im Einsatz. Die Johanna wird jetzt repariert.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 01./02. November 2014

 

03.11.2014; 20:45 [113]

ACHTUNG Schwebebahn

Im Veilchenweg hat es am Dienstag ordentlich gekracht. Für einige war das nur eine Frage der Zeit. Die Straße birgt Gefahren.

Heute erinnert im Veilchenweg nichts mehr an den Unfall, der sich dort am Dienstag ereignet hat. Doch die Gemüter der Anwohner sind immer noch aufgewühlt. Am Dienstag krachte gegen 14 Uhr ein Möbelwagen in eine Gondel der Schwebebahn, die gerade talwärts fuhr. Für Einige war das Unglück nur eine Frage der Zeit. Denn zwischen Schwebebahnstrecke und Straße ist nur wenig Platz. Außerdem ist die schmale holprige Straße durch parkende Autos am Rand unübersichtlich.

Als ich hierher gezogen bin, standen mir die Schweißperlen auf der Stirn“, sagt Anwohnerin Katrin Saft, die selber bei der Sächsischen Zeitung arbeitet. „Die Straße ist so eng, dass der Möbelwagen kaum durchkam.“ Zwar ist das Parken an besonders engen Stellen schon verboten, das reiche ihrer Meinung nach aber nicht aus. „Das Schlimmste ist das auch Rettungsfahrzeuge nur schwer durchkommen“, so Saft.

Das musste am Dienstag auch die Dresdner Feuerwehr feststellen. Sprecher Frank Aubricht kann die Angaben der Anwohnerin nur bestätigen. „Auch für uns ist es jedes Mal schwierig, dort durchzukommen“, sagt er. Das Problem stellt sich der Feuerwehr häufiger, regelmäßig fährt sie zu Übungseinsätzen an der Schwebebahn raus. „Dafür müssen wir spezielle Fahrzeuge einsetzen“, erklärt Aubricht. Die sogenannten Voraus- Lösch- Fahrzeuge seien rund 25 Zentimeter schmaler als normale Einsatzwagen. Mit einem solchen Gefährt mussten die Feuerwehrleute auch am Dienstag bis zur Unfallstelle vorfahren, um die über 40 Fahrgäste aus den Gondeln zu befreien.

Doch das sehen nicht alle Anwohner so, einige fürchten um ihre Parkplätze. „Ich wohne schon seit Jahrzehnten hier, Unfälle habe ich nur wenige beobachtet“, sagt einer von ihnen, der namentlich nicht genannt werden will. „Ich hoffe, dass es jetzt nicht zu einer Kurzschlussreaktion kommt und das Parken hier verboten oder ein Schilderwald aufgestellt wird.“

Die Stadt gibt Entwarnung: Das Parken ist für den Lieferverkehr notwendig sagt Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhardt Koettnitz. Er sieht die Unfallursache ohnehin woanders. „In diesem Fall ist der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen“, so der Amtsleiter. Eine Gewichts- und Höhenbeschränkung sei eindeutig ausgeschildert. Fahrzeuge die höher als zweieinhalb Meter und schwerer als neun Tonnen sind, dürfen hier nicht durch. Der Umzugswagen hatte jedoch eine Höhe von 3,60 Metern. Nach SZ- Informationen soll er Möbel für den Schriftsteller Uwe Tellkamp in den Veilchenweg gebracht haben. Der Autor wollte sich dazu gestern auf SZ- Anfrage nicht äußern, teilt Alexandra Richter mit. Sie ist Sprecherin des Suhrkamp Verlags, in dem Tellkamps Bücher erscheinen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 30. Oktober 2014

 

31.10.2014; 16:43 [112]

Fahrpreisanpassungen bei Bus und Bahn ab Samstag

Der Verkehrsverbund Oberelbe erhöht die Preise. Vor allem bei Monats- und Jahreskarten sind die Unterschiede spürbar.

Wer in Dresden Bus und Straßenbahn nutzt, muss dafür ab Samstag mehr Geld zahlen. Denn der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), zu dem auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) gehören, erhöht die Preise. Die Tickets werden im Schnitt um 3,2 Prozent teurer, im Einzelfall aber sogar um zehn Prozent. Betroffen sind zum Beispiel die Vierertickets, bei denen sich der Preis von 7,80 Euro auf 8 Euro erhöht. Das ermäßigte Viererticket wird ab Samstag 5,50 Euro statt 5 Euro kosten.

Die normale Monatskarte wird um drei Euro teurer und kostet dann 58 Euro. Der Preis der Abo- Monatskarte steigt von 47,50 auf 49 Euro. Einen großen Sprung gibt es zudem bei der Jahreskarte. Deren Inhaber müssen zukünftig statt 541 Euro dann 558 Euro bezahlen. Der Preis für die Einzelfahrt bleibt mit 2,20 Euro dieses Mal gleich, ebenso wie der Preis für das Kurzstreckenticket. Laut Information des VVO können alle Einzelfahrscheine, Tageskarten, Monats- und Wochenkarten zum alten Preis noch bis Ende November verwendet werden. Eine Ausnahme gilt für die Viererkarten: Diese können noch bis zum 31. Januar 2015 abgefahren werden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 28. Oktober 2014

 

30.10.2014; 00:44 [111]

Immer trifft es Schwebebahnwagen Nummer 2!

Rettungskräfte mussten über 40 Fahrgäste aus den Kabinen befreien. Heute soll die Bahn wieder im Einsatz sein.

Eigentlich hatte sich Anwohner Eberhard Münzner den nachmittag anders vorgestellt, als er gestern gegen 14 Uhr seine regelmäßige Getränkelieferung auf dem Veilchenweg entgegennahm. Denn diese Lieferung sollte eine unheilvolle Kette von ereignissen auslösen. Weil der Transporter direkt vor Münzners Haus die Straße versperrte, musste der Fahrer eines Mercedes-Umzugslasters weiter oben in Höhe der Schwebebahnstrecke halten, die den schmalen Veilchenweg kreuzt.

Ich hatte gerade Bier- und Wasserkästen in Empfang genommen, als es plötzlich krachte“, Sagt der Anwohner. Der Getränketransporter war wieder losgefahren, als der fahrer des Umzugslasters seine Chance sah, nun ebenfalls wieder zurück zum Körnerplatz zu kommen. Bei einem Rangiermanöver geriet er offenbar in den Fahrweg der Schwebebahn, auf der eine Gondel gerade talwärts fuhr, die daraufhin mit dem Mercedes zusammenstieß. Die 19 Fahrgäste dürfte der Unfall ziemlich durchgeschüttelt haben.

Verletzt wurde dabei aber niemand, wie die Dresdner Feuerwehr mitteilte. Allerdings mussten die Fahrgäste der Gondel mit Leitern befreit werden. „Wir haben sie mit Brustgurten gesichert und die Sprossen hinabgeführt“, sagt Feuerwehrsprecher Frank Aubrecht. Innerhalb von einer halben Stunde waren alle Passagiere evakuiert, ebenso die 24 Fahrgäste, die in der bergwärts fahrenden Kabine unterwegs waren. Erst danach konnten die Mitarbeiter der Schwebebahn die Gondel vom Unfall-Laster lösen. Ersten Untersuchungen zufolge trug das historische Fahrzeug Blech- und Lackschäden am Boden sowie an der Front davon. Auch eine Seitenwand wurde beschädigt. „Wir gucken uns jetzt noch einmal die Fahrwerke, Wagenkästen und die Bremsanlage an“, sagt Peter Jankowski, stellvertretender Leiter der Bergbahnen. Sicherheitsrelevante Teile seien jedoch nach einem ersten Augenschein nicht kaputt. Dennoch gehen die DVB von einem Schaden von mehreren Tausend Euro aus, teilt Unternehmenssprecher Falk Lösch mit.

Dabei war die historische Bahn erst Anfang 2013 generalüberholt worden. Rund 180.000 Euro hatten die DVB investiert, um das „alte Schätzchen“ wieder fit zu machen, hieß es seinerzeit. Allein die neue Lackierung hat rund 70.000 Euro gekostet. Auch das 104 Tonnen schwere Antriebsrad war nach knapp 112 Betriebsjahren ausgetauscht worden. Denn die Loschwitzer Schwebebahn gilt als ältestes Verkehrsmittel seiner Art, das noch in Betrieb ist. Unfälle gab es in der Historie der Schwebebahn nach unterschiedlichen Angaben erst drei oder vier. 1932, in den 1960ern, 1998 und gestern. Immer waren es Laster, die den Bewohnern des Veilchenwegs neue Möbel brachten. Sie gingen für Fahrgäste und Bedienstete fast immer glimpflich aus. „Sehr erstaunlich ist auch, dass jedes mal unser Wagen Nummer zwei in die Unfälle verwickelt war, sagt Bergbahn-Vize-Jankowski und wirkt schon wieder zuversichtlich. „Wenn alles in Ordnung ist, sind wir morgen wieder im Einsatz“.

Gegen den Fahrer des Möbellasters hat die Polizei inzwischen ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet, sagt Sprecher Thomas Geithner. Denn auf die vollautomatische Bahn weist eigentlich ein Warnschild hin. Die erste planmäßige Fahrt soll DVB-Sprecher Lösch zufolge heute um 10:05 starten. Statitisch gesehen ist der nächste Unfall erst in 20 Jahren zu erwarten.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 29. Oktober 2014

 

12.10.2014; 00:16 [110]

Linien 91 und 93 bald in Hand der DVB???

Der Stadtrat entscheidet demnächst, ob die Buskonzessionen wieder an die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) vergeben werden. Dazu nimmt der Ortschaftsrat Cossebaude auf seiner Sitzung am Montag Stellung. Vorsteher Lutz Kusche (CDU) sagt, dass der Ort vorschlagen wird, dass auch die Konzessionen für die Linien 91 und 93 an die DVB vergeben werden. Noch hat SATRA Eberhardt dafür den Auftrag, doch zuletzt drohten bei den Fahrten in die Oberdörfer immer mehr Einschnitte.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 11./ 12. Oktober 2014

 

05.10.2014; 19:36 [109]

Erste Elektrobus rollt im November durch Dresden

Das Frauenhofer- Institut geht auf der Linie 61 in den Probetrieb. Im kommenden Frühjahr soll das nächste Projekt folgen.

Die Kunden der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) können ab November erstmals mit einem rein elektrischen Bus durch Dresden rollen. Wie Sprecher Falk Lösch gestern mitteilte, werde der Bus auf der Linie 61 zwischen Gruna und Löbtau als zusätzliches Fahrzeug eingesetzt, auf welchem Streckenabschnitt genau, sei aber noch offen. Möglich wird die Innovation, weil die DVB sogenannter Praxispartner des Dresdner Frauenhofer- Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme sind.

Die Forscher testen den Bus des thüringischen Herstellers Göppel schon seit einigen Wochen im Dresdner Straßenverkehr. Demnach soll er eine Strecke von zwölf Kilometern schaffen. Nachgeladen werden die Batterien innerhalb von sechs Minuten an einer Station vor dem Busbetriebshof Gruna. Der geplante Testbetrieb soll erst einmal nur drei Monate dauern. Im Januar endet das Forschungsprojekt, das vom Bund finanziert wird. Wie es danach weitergeht, ist noch ungewiss.

Die Erfahrungen werden wir sicher auch für unsere Linie 79 nutzen können“, sagte Lösch. Bereits seit Langem planen die Verkehrsbetriebe, die Verbindung zwischen Mickten und Übigau mit einem elektrischen Bus auszustatten. Das Fahrzeug wird vom polnischen Hersteller Solaris geliefert. Die Batterie kommt von der Technischen Universität. Im April seien erste Testfahrten geplant. Anschließend beginne der Linienbetrieb, so Lösch.

Derzeit verhandeln die DVB mit der Stadt wegen des Aufbaus einer Nachladestation am ehemaligen Straßenbahnhof in Mickten. Ähnlich wie der Göppel- Bus in Gruna soll auch der Solaris- Wagen in wenigen Minuten per Stromabnehmer aufgeladen werden. Die Verkehrsbetriebe rechnen damit, dass der Elektrobus im März geliefert wird. Danach muss noch die Batterie eingebaut werden.

Langfristiges Ziel der DVB ist, die gesamte Busflotte auf Elektro- Fahrzeuge umzurüsten. Bis dahin werden aber wohl noch mehrere Jahrzehnte vergehen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 02. Oktober 2014

 

02.10.2014; 19:51 [108]

Dresdner Christstollen per Straßenbahn in Dresden unterwegs

Die meisten Bäcker beginnen erst in vier Wochen mit dem Traditiongebäck. Wer nicht warten will, findet schon jetzt Stollen im Angebot.

Mehr als 30 Bäcker in weißer kleidung mit dem siegel des Stollenschutzverbandes auf der Brust schickten gestern Vormittag ihre Straßenbahn auf Jungfernfahrt. Sie ist großflächig mit Imagewerbung für den Dresdner Christstollen beklebt. Bis zum Jahresende wird die 30 Meter lange Bahn für das Traditionsprodukt werben.

Die Marke mit dem Siegel ist europaweit geschützt, erklärt Ulrike Dornwell. Deshalb, so die Referentin, unterstützt ihr Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft die Werbeaktion finanziell.

Wenn in etwa vier Wochen die letzten Reformationsbrote gebacken sind, beginnt in den meisten Dresdner Backstuben die Stollenproduktion. „Wir nutzen die Straßenbahn schon jetzt, um auf den Start der Stollensaison aufmerksam zu machen.“, sagt Henry Mueller. Er ist Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen, in dem rund 130 Bäcker und Konditoren aus dem Großraum Dresden vereint sind. Mit dem Siegel verpflichten sie sich, nur hochwertige, edle rohstoffe zu verarbeiten und Jahrhunderte alte Handwerkstradition zu pflegen. Der Stollenschutzverband finanziert sich hauptsächlich durch den Verkauf der Siegel an die Mitglieder. Zum Start der Saison findet eine jährliche Stollenprüfung statt. Am 16. Oktober präsentiert der Verband sein diesjähriges Stollenmädchen. Das Stollenfest auf dem Striezelmarkt fällt in diesem Jahr auf den Nikolaustag.

Mit der Bahn wollen die Stollenbäcker die Verbundenheit der Dresdner mit ihrer Tradition stärken. Zugleich hoffen sie, den einen oder anderen Touristen neugierig zu machen. „Da haben sich zwei Originale zusammengefunden“, sagt reiner Zieschank. Der Vorstand der DVB verweist darauf, dass schon seit 1872 Straßenbahnen durch Dresden rollen. Rund 500.000 Menschen nutzen die DVB täglich. Die Stollenbahn wird im normalen Betrieb eingesetzt.

Doch bei aller Tradition gibt es in Supermärkten und einigen Bäckereien schon Stollen mit dem Schutzsiegel zu kaufen. „In den Reiseführern wird für den Dresdner Christstollen geworben. Wir wurden in unserer Kexerei am Hauptbahnhof immer wieder danach gefragt. Deshalb haben wir in diesem jahr auch schon Mitte September mit dem Stollenbacken begonnen“, sagt Kexerei-cef Matthias Walther.

Auch im Dresdner Backhaus entstehen seit dem 15. September die kalorienreichen Backwerke. „Wir haben viele Kunden im Ausland, beispielsweise auch in den USA“, sagt Backhaus-Chefin Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller. 60.000 Stollen, alle in Handarbeit, werden in der Saison in ihrem Backhaus gefertigt. Das sei sonst nicht zu schaffen. In ihren Läden gibt es auch schon Stollen zu kaufen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 02. Oktober 2014

 

01.10.2014; 22:42 [107]

Bahnen für Manchester aus Bautzen

Die Bahntechnik- Branche geht heute optimistisch in ihre Fachmesse Innotrans in Berlin. Von der Lok bis zur Weiche präsentieren bis Freitag Hersteller aus 55 Ländern ihre technischen Neuheiten und Dienstleistungen. Nach Veranstaltungsangaben haben sich 2.758 Aussteller angekündigt, zehn Prozent mehr als bei der vorigen Ausgabe vor zwei Jahren. Es werden mehr als 100.000 Fachbesucher erwartet.

Sie treffen auf eine Branche, deren Auftragsbücher schon gut gefüllt sind, wie ihre Verbände vorab hervorhoben. Der Weltmarkt könne bis 2019 jährlich um 2,7 Prozent zulegen, sagte Philippe Citröén, der Generaldirektor des Verbandes der Europäischen Eisenbahnindustrie, gestern in Berlin. Eine Branchenstudie verweist auf das Wachstum der Weltbevölkerung. „Es gibt einen wachsenden Bedarf für Züge und U- Bahnen.“ Die größten Wachstumsaussichten sieht er in Lateinamerika, Asien und Nordamerika.

Aber auch in Europa gibt es lukrative Aufträge. So hat Bombardier Transportation gemeinsam mit seinem Konsortialpartner Vossloh Kiepe eine Option zur Lieferung von 16 zusätzlichen Bombardier Flexity Swift für Manchester unterzeichnet.

Gebaut werden die Bahnen in den Werken in Bautzen und Wien. Der Auftrag hat einen Wert von 43 Millionen Euro. Der Anteil von Bombardier beträgt rund 32 Millionen Euro.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 23. September 2014

 

23.09.2014; 17:39 [106]

Echtzeit- Umsteige- Informationen jetzt auch in Bussen

Bis zum Ende der kommenden Woche wollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) alle Busse mit Echtzeit- Anzeigen fürs Umsteigen ausgerüstet haben. Die Software der Monitore wird bereits seit der letzten Augustwoche Stück für Stück erneuert. Ende der kommenden Woche ist das letzte der insgesamt 151 Fahrzeuge dran.

Bislang war das Umsteigen eher ein Glücksspiel. Den DVB- Kunden wurden auf den Monitoren zwar die nächste Haltestelle auf der eigenen Linie und die Umsteigemöglichkeiten anzeigt. Wann eine kreuzende Straßenbahn oder ein Bus tatsächlich abfuhr, verriet das System aber nicht. Das ändert sich mit der neuen Technik. Wer also zum Beispiel mit der Buslinie 62 von der Johannstadt zum Pirnaischen Platz unterwegs ist, dem wird vor der Haltestelle in Echtzeit angezeigt, wann die kreuzenden Straßenbahnen der Linien 3 und 7 abfahren.

Möglich wird das durch ein neues Betriebsleitsystem, in das die Verkehrsbetriebe insgesamt 13 Millionen Euro investiert haben. Dank der Umstellung von analogem auf digitalen Funk können nun mehr Informationen aus der DVB- Leitstelle übermittelt werden. Ende des vergangenen Jahres waren bereits die ersten Straßenbahnen mit der neuen Technik ausgerüstet worden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 20. / 21. September 2014

 

14.09.2014; 11:45 [105]

Neue Planfestellung zum Bau der Oskarstraße erfoderlich

Die Verkehrsbetriebe (DVB) müssen die Planfeststellung zum Bau der neuen Stadtbahnstrecke über die Oskarstraße in Strehlen ein zweites Mal auf den Weg bringen. Entsprechende Meldungen bestätigten am Donnerstag Unternehmenssprecher Falk Lösch und Ingolf Ulrich, stellvertretender Sprecher der Landesdirektion Sachsen. Hintergrund sind vorgezogene Arbeiten zum Hochwasserschutz am Kaitzbach, die derzeit im Auftrag der Stadt laufen. Diese Arbeiten wurden im August gestartet, die Stadt kann dafür Geld aus dem Topf zur Beseitigung von Hochwasserschäden nutzen.
Weil die Verwendung dieses Geldes an Fristen geknüpft ist, wurden die Arbeiten am Kaitzbach aus dem Gesamtprojekt auf der Oskarstraße herausgetrennt. Für den „Rest“ der Arbeiten muss deshalb nun ein neues Planfeststellungsverfahren gestartet werden, sagten Lösch und Ulrich unisono. Dabei gehe es insbesondere um den Ausgleich von Eingriffen in die Natur, so Ulrich weiter. Die DVB-Verantwortlichen gehen nicht davon aus, dass der Baubeginn deshalb weit nach hinten rückt. Sie planen, erste Bauvorbereitungen im nächsten Jahr starten zu können.

Quelle: DNN-Online vom 13.09.2014


DVB News 2014 - (Teil 2)


 





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