DVB News 2013 (Teil 1)

DVB News 2013 (Teil 2)

News Archiv (2010 - 2012, 2013 [Teil 2])


31.08.2013; 17:09:15 [68]

Leise rieselt der Putz aus den Fenstern am "Wartehäuschen" am Carolaplatz

Versteckt unter vielen Bäumen schreitet der Verfall des Wartehäuschens voran

Plötzlich war er da: Der Bauzaun, der die Hälfte des Wartehäuschens am Carolaplatz absperrte.

Wir haben den Zaun aus Sicherheitsgründen aufgestellt, weil die Rückwand in diesem Bereich baufällig ist“, erklärt Anja Ehrhardt von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Und ja, „baufällig“ ist wirklich noch gelinde ausgedrückt: Viele Scheiben fehlen, der Putz bröckelt in großen Stücken auf die Wiese hinter das Haus. Doch Abhilfe naht: Die Haltestelle, Eigentum der Stadt, soll laut DVB saniert werden. Damit ergeht es ihr besser als dem Wartehäuschen an der Ecke Bautzener / Rothenburger, welches im Zuge der Bauarbeien und des Umzugs der Haltestelle erst kürzlich abgerissen wurde.

In Dresden gibt es 85 solcher massiven Wartehäuschen. „Da gibt es zum Beispiel die Klinker- Wartehallen wie in Gorbitz, die Betonhäuschen wie in Pillnitz an der Vincent- van-Gogh- Straße und die Holzhütten wie an der Mordgrundbrücke“, zählt die DVB- Sprecherin auf. Nicht alle sind Eigentum der DVB, die meisten stehen auf öffentlichem Grund. Doch betreiben die Verkehrsbetriebe diese Häuser. Laut DVB werden die massiven Wartehallen weiter betrieben, weil es momentan keine andere Möglichkeit gibt. „Die Stadt hat einen Vertrag mit JCDeaux über das bereitstellen der modernen Fahrgastunterstände. Sie werden über Citylight- Werbeflächen finanziert. Dieser Vertrag sieht allerdings bis 2022 keine zusätzlichen Unterstände vor.“ Anders bei den großen Baumaßnahmen, die mit der Stadt durchgeführt werden: Da werden neue Haltestellen eingerichtet und bestehende ausgebaut. So zum Beispiel auf und an der Waldschlößchenbrücke, auf der Bautzner Straße und Landstraße, Borsbergstraße, Schandauer und Lübecker Straße.

Übrigens: Über zwei Millionen Euro wendet die DVB pro Jahr für Reinigung einschließlich Winterdienst, Instandhaltung, Sanierung, Reparatur und Betreuung (Aushängen der Fahrpläne) der Haltestellen auf.

Quelle: Dresdner Wochenkurier vom 28. August 2013


31.08.2013; 17:06:24 [67]

Straßenbahnen schnecken nur noch über die Albertbrücke

Den schlechten Zustand der Albertbrücke bekommen nun auch die Kunden der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) zu spüren. Weil die Gleise auf dem maroden Bauwerk in schlechtem Zustand sind, können Straßenbahnen auf einem hundert Meter langem Abschnitt statt mit den erlaubten 30 nur noch mit zehn Stundenkilometern unterwegs sein. „Das ist ärgerlich weil unser Angebot dadurch weniger attraktiv wird“, sagt DVB- Sprecher Falk Lösch. Es sei außerdem absehbar, dass das Tempolimit für eine weitere Teilstrecke auf der Neustädter Seite erforderlich werde. Sollten weitere Langsamfahrstellen hinzukommen, müssten die DVB im Extremfall eine weitere Straßenbahn einsetzen, um den Fahrplan zu halten. Rund 350.000 Euro würde das pro Jahr kosten. Linke und SPD forderten deshalb gestern eine schnelle Sanierung der Brücke. Mit den Stimmen von CDU, FDP und der beiden Rechtsextremen hatte sich der Stadtrat im Juli dagegen entschieden. „Die negativen Folgen, die mit der Verschiebung der Brückensanierung einhergehen, werden immer deutlicher“, sage SPD- Stadtrat Axel Bergmann.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 29. August 2013


29.08.2013; 16:04:15 [66]

Kaffee-Stube zieht in die "Käseglocke" am Postplatz

Die "Käseglocke" am Postplatz hat einen neuen Mieter. Karsten Lehmann (44) und seine "Dresdner Kaffee und Kakao Rösterei" beziehen den kultigen Fahrkartenschalter in der Innenstadt. Noch sind die DVB Pächter der Hütte, die dort noch bis April Tickets verkauften. Da der Vertrag noch das ganze Jahr über gilt, haben sie die Kaffeerösterei ab September als Untermieter ins Boot geholt. Durch eine Spezialvereinbarung mit der Stadt gilt der Rösterei-Vetrag über das Jahresende hinaus bis 30. Juni. Danach wird das komplette Gebäude von der Stadt, dem eigentlichen Eigentümer, neu ausgeschrieben.

Quelle: Vermutlich MOPO, Ende August 2013


28.08.2013; 18:14:54 [65]

Verkehrsbetriebe kaufen sechs Riesenbusse bei MAN

In den oft überfüllten Bussen auf der Linie 61 und 62 soll es ab dem Jahresende ein bisschen bequemer werden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wollen dann auf diesen Strecken neue, überlange Fahrzeuge einsetzen (die SZ berichtete). Nach dem Ablauf der Ausschreibungsfrist bestätigte das Unternehmengestern offiziell den Kauf von sechs Bussen der Marke MAN. Mit einer Länge von 18,75 Metern sind sie etwa einen Meter länger als die bislang in Dresden üblichen Fahrzeuge. Außerdem haben sie fünf statt vier Türen. In den Bussen kommen maximal 142 Fahrgäste unter. Das seien 13 Personen mehr als bislang, teilten die DVB mit. Die neuen Busse sollen sechs alte Fahrzeuge ersetzen, die ausrangiert werden. Sie kosten 290.000 Euro pro Stück und insgesamt 1,74 Millionen Euro. Busse dieses Modells sind bereits in Wolfsburg, Hannover, Aachen und Pforzheim unterwegs.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 24. / 25. August 2013


26.08.2013; 13:36:14 [64]

Schöne neue Buswelt

Die Verkehrsbetriebe starten am Montag eine neue Linie. Auf der wichtigsten Strecke soll es bald Riesenbusse geben.

Knapp vier Jahre ist es her, da haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihr Busnetz komplett umgekrempelt. Seitdem fahren zum Beispiel die 60er- Linien, mit denen neue Verbindungen zwischen den Stadtteilen geschaffen wurden, im Zehn- Minuten- Takt. Jährlich 400.000 Kilometer legen die DVB- Busse seitdem zusätzlich zurück. „Die Busse haben wir bis dahin so ein wenig als Stiefkind behandelt“, sagt DVB- Vorstand Hans- Jürgen Credé. „Unser Ziel war, die Qualität der Straßenbahnen auch für die Busse umzusetzen.“ Zumindest für die 60er- Linien sei das gelungen.

Die Zufriedenheitswerte der Busnutzer haben sich deutlich gebessert.“ Die Fahrgastzahlen seien in den vergangenen vier Jahren um 5,5 Prozent auf rund 543.000 gestiegen, auch wenn nicht alle Experimente gelungen seien, sagt Credé zur Halbzeitbilanz der Busnetz-Reform. In vier Jahren müssen sich die DVB bei der Stadt Dresden erneut um den Betrieb der Buslinien bewerben. Die Sächsische Zeitung erklärt, welche Veränderungen geplant sind.


Plan 1: Über die Waldschlößchenbrücke im Zehn- Minuten- Takt

Die größte Veränderung im Busnetz gibt es schon ab der kommenden Woche. Mit der Verkehrsfreigabe für die Waldschlößchenbrücke in der Nacht von Sonntag auf Montag rollt die Linie 64, die bislang von Kaditz kommend am Waldschlößchen endet, im Zehn- Minuten- Takt über die Brücke und dann weiter zum Universitätsklinikum bis zur Straßenbahnhaltestelle Augsburger Straße. Jeder zweite Bus fährt dann weiter auf der derzeitigen Strecke der Linie 74 über die Fetscherstraße, den Fetscherplatz und die Borsbergstraße nach Reick. Auf der Waldschlößchenbrücke selbstgibt es drei Haltestellen.

Am Liebsten würden die Verkehrsbetriebe die Buslinie 64 über die Augsburger Straße und Tittmannstraße führen. 600 bis 700 Fahrgäste mehr verspricht sich das Unternehmen davon. Doch bislang scheiterte der Plan daran, weil die Straßen in schlechtem Zustand sind, die Stadt keine Busse über die Holperpiste fahren lassen wollte und kein Geld für eine Sanierung bereitstand. „Jetzt haben wir aber das Signal bekommen, dass die Bauarbeiten 2015 beginnen können“, sagt DVB- Vorstand Credé.

Die Buslinie 74 ist künftig nur noch auf der rechten Elbseite zwischen den Haltestellen Marienallee und Mathias- Oederstraße unterwegs. Um das Wohngebiet Jägerpark besser anzubinden, will die Stadt einen Abzweig der Mathias- Oeder- Straße bis zur Straße Am Jägerpark verlängern. Der Bau soll im Herbst beginnen.


Plan 2: Große Investition gegen überfüllte Busse auf der 61

Kern der Busstrategie sollen die 60er- Linien bleiben. Zwei Drittel der täglich rund 170.000 Busnutzer sind auf den sechs Linien unterwegs. „Wir setzen auf diese starken Linien und auf die Verknüpfung dieser“, sagt Credé. Gerade auf der Linie 61, die von Löbtau über die Universität in Richtung Gruna fährt, stoßen die Busse jedoch an ihre Kapazitätsgrenze. Obwohl die DVB sie zum Teil im Drei- Minuten- Takt fahren lässt, sind sie oft überfüllt.

Das Unternehmen kauft deshalb bis Ende diesen Jahres sechs neue Busse, die rund einen Meter länger als die bislang üblichen Fahrzeuge sein sollen. Sechs alte Busse werden dafür ausrangiert. „Das bringt vielleicht nur zehn von 15 Plätze mehr“, sagt Credé. „Aber die sind manchmal entscheidend.“ Da die Ausschreibung für die Fahrzeuge noch läuft, machen die DVB keine genaueren Angaben zum Bustyp.Rund zwei Millionen Euro sollen investiert werden.

Langfristig wollen die Verkehrsbetriebe auf der Strecke aber eine Straßenbahnlinie bauen. Damit könnten noch mehr Fahrgäste transportiert werden. Außerdem wären sie komfortabler unterwegs. „Mit dem Projekt sind wir auf einem guten Weg“, sagt Credé. Die ersten Arbeiten dafür sollen im kommenden Jahr in Strehlen beginnen.


Plan 3: Leichteres Umsteigen in Straßenbahnen und S- Bahnen


Die Verkehrsbetriebe wollen ihr Busnetz besser mit Straßenbahnen und S- Bahnen verknüpfen. Größtes Projekt in diesem Zusammenhang ist der neue Haltepunkt Strehlen. Durch die geplante Verlegung der Straßenbahnlinien 9 und 13 aus der Wasastraße in die Oskarstraße entsteht dort eine Zentralhaltestelle, an der neben den Bussen der Linie 61, 63 und 75 auch S- Bahnen halten. Im Frühjahr 2015 sollen die Bauarbeiten dafür beginnen.

Ein ähnliches Projekt ist der Umbau der Zetralhaltestelle Kesselsdorfer Straße ab 2015. Ein 150 Meter langer Abschnitt zwischen Tharandter Straße und Gröbelstraße wird dort für Autos gesperrt. Neue Umsteigemöglichkeiten entstehen auch durch den S- Bahn- Ausbau zwischen Bahnhof Neustadt und Radebeul am Bischhofsplatz und am Bahnhof Trachau.


Plan 4: Bequemere Fahrten ins Umland


Weil es immer mehr Menschen gibt, die im Umland wohnen, aber zur Arbeit nach Dresden pendeln, wollen die DVB ihr Netz über die Stadtgrenzen hinaus ausbauen. So soll die Linie 66 bis nach Freital verlängert werden. Dafür laufen derzeit Verhandlungen mit der Nachbargemeinde. Ähnliches ist nach DVB- Angaben für die Buslinie 75 denkbar. Sie endet derzeit in Goppeln.

Durch die stärkere Verknüpfung mit dem Umland wollen die DVB auch gleich ein weiteres Problem lösen: Die Fahrgastzahlen der Linie 70, 72 und 76 in Klotzsche liegen unter dem gewünschten Niveau. Die Buslinie 78 wurde gar wegen zu geringer Nachfrage eingestellt. „In Klotzsche leben relativ wenige Menschen auf einer relativ großen Fläche“, sagt Credé. „Das macht es schwierig, die optimale Linienführung zu finden.“ Nun sollen einzelne Wohngebiete auch durch die Busse des Regionalverkehrs mit abgedeckt werden. Sie könnten beispielsweise aus dem Umland kommend, einzelne Haltestellen in Klotzsche abfahren und dann an einer Straßenbahnhaltestelle enden. Dort könnten die Fahrgäste umsteigen. Auch dafür laufen derzeit Gespräche mit dem RVD.


Plan 5: Bessere Anbindung für neue Schulen

Die DVB rechnen nicht damit, dass das Busnetz in vier Jahren genau so umgekrempelt werden muss wie vor vier Jahren. „Es wird aber immer wieder kleinere Anpassungen geben“, sagt Credé. Veränderungen sind vor allem wegen der Schulen nötig, die neu entstehen. Während die geplanten Häuser am Straßenbahnhof Tolkewitz schon toll angebunden seien, gebe es an der Gehestraße in Pieschen noch Handlungsbedarf.


Quelle: Sächsische Zeitung vom 21. August 2013


21.08.2013; 23:58:11 [63]

Die Linie 64 quert ab 26. August die Waldschlößchenbrücke

Mit Inbetriebnahme der Waldschlößchenbrücke ab dem 26. August befährt die Buslinie 64 die neue Elbquerung, wird damit in Richtung Reick verlängert und ersetzt dort die bisherige Linie 74. Entlang der Linie leben circa 52.000 Einwohner, etwa jeder zehnte Dresdner, und befinden sich zahlreiche Schulen und mit Landesdirektion Sachsen sowie Universitätsklinikum wichtige Arbeitgeber der Stadt Dresden.

Die Linienverläufe der bisherigen Linien 64 und 74 bleiben bis auf zwei kleine Änderungen unangetastet: Von der Linie 64 werden nicht mehr die Haltestellen Heideparkstraße, Böhmertstraße und Angelikastraße bedient. Mit Verknüpfung des Fahrtweges der bisherigen Linie 74 kann der Endpunkt Johannstadt aus Richtung Reick nicht mehr direkt erreicht werden.

Ihre Vorteile

- tagsüber 10-Minuten-Takt bis Universitätsklinikum, Augsburger Str.

- schnellere und direkte Verbindung der Wohngebiete Neustadt - Striesen

- Direktverbindung der westlichen und nordwestlichen Stadtteile an das Universitätsklinikum und an den Osten der Stadt
- neue Stadtteilverbindung: Radeberger Vorstadt – Johannstadt
- für viele Kunden des ÖPNV, die bisher am Pirnaischen Platz umsteigen, verkürzen sich die Fahrzeiten


Mit der Inbetriebnahme der neuen Linie 64 verkehrt vom Jägerpark (Heideblick) über die Haltestelle Waldschlößchen bis zur Marienallee ein neuer Quartierbus mit der Liniennummer 74. Diese Linie fährt tagsüber im 30-Minuten-Takt und in den Hauptverkehrszeiten im 20-Minuten-Takt. Sie erschließt den Jägerpark aufgrund kürzerer Fußwege besser, als es bisher die Linie 64 vermochte und bedient die Haltestelle Böhmertstraße. An den Haltestellen Waldschlößchen bzw. Landesdirektion Sachsen kann zur Weiterfahrt bequem in die Linien 11 bzw. 64 umgestiegen werden.

Quelle: www.dvb.de


21.08.2013; 23:56:29 [62]

Nächste Haltestelle „Pünktlichkeit“ oder wie kommen alle Verkehrsteilnehmer schneller voran

Wenn Straßenbahnen zu spät kommen, sorgt das für Frust. Die DVB haben nun eine Lösung für das Problem

Straßenbahnfahrer Hans-Jürgen Hoffmann hat künftig einen nützlichen Assistenten neben sich im Cockpit. Er kommt als Smartphone daher und ist bestückt mit einem intelligenten Computerprogramm. Das hilft Hoffmann dabei, so lange an Haltestellen zu stehen und so schnell zu fahren, dass er anschließend auf einer grünen Welle über Dresdens Kreuzungen rollen kann. Die DVB, die das System gestern vorgestellt haben, wollen so den Service für ihre Kunden verbessern, pünktlicher werden und nebenbei noch jede Menge Geld sparen. Auf einer Teststrecke im Dresdner Süden gibt es schon erste Erfolge.

Möglich wir die Innovation durch eine Verknüpfung der beiden Verkehrsleitsystemevon Stadt und DVB sowie durch moderne Ampeln. Wie viele Autos auf welchen Straßen unterwegs sind, wo sich der Verkehr staut und wie Straßenbahnen und Busse in ihrem Fahrplan liegen – all diese Daten laufen künftig in einem Zentralrechner zusammen. Neu ist, dass diese Daten Einfluss auf die Steuerung der Ampeln haben können und dass Straßenbahnfahrer ihre Fahrweise mithilfe dieser Informationen anpassen können. „Es geht darum, den Platz den Straßenbahnen und Autos auf der Straße haben, besser nutzen“, sagt der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz.

In der Praxis funktioniert das System so: Den Straßenbahnfahrern wird auf dem Display eines Smartphones entweder angezeigt, wie schnell sie fahren müssen, um die Grünphase an der nächsten Ampel genau zu erwischen. Oder ihnen wird an Haltestellen von dem vollautomatischen System eine längere Wartezeit empfohlen. Der Vorteil: Die Straßenbahn steht statt an der nächsten Ampel weiter an der Haltestelle, und weitere Fahrgäste können einsteigen. Rein theoretisch wäre es sogar denkbar, das den Fahrgästen künftig auf Bildschirmen genau angezeigt wird, wie lange die Straßenbahn noch an der Haltestelle wartet.

Außerdem soll das Umsteigen einfacher und bequemer werden. Fußgängerampeln, die beispielsweise zwischen Bus- und Straßenbahnhaltestellen liegen, können dank der modernen Ampeln so gesteuert werden, dass sie für Umsteiger Grün zeigen und Bus und Straßenbahn somit bewusst stoppen. Am Dreyßigplatz in Klotzsche und am Bischofsweg in der Äußeren Neustadt haben die DVB das schon erfolgreich getestet.

Das dahinterstehende Computerprogramm erkennt aber auch, wenn Straßenbahnen hinter ihrem Fahrplan zurückliegen. Dann bekommen sie an Kreuzungen Vorrang vor Autos. Andersrum müssen Straßenbahnen auch mal länger an Kreuzungen warten, wenn sie vor ihrem Fahrplan liegen. Insgesamt sollen die Grünphasen für Straßenbahnen von derzeit 40 Sekunden auf sieben bis zwölf Sekunden reduziert werden. Die Folge: Die Kreuzung wäre wieder schneller für Autofahrer frei.

Das gesamte System, das von Verkehrswissenschaftlern der TU Dresden entwickelt wurde, funktioniert derzeit jedoch nur auf einem kurzen Stück zwischen Nürnberger Staße und Friedrich-List-Platz am Hauptbahnhof. Bis 2015 wollen Stadt und DVB alle Ampeln auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen Nürnberger Platz und Klotzsche umrüsten. 2,3 Millionen Kostet das Pilotprojekt – finanziert vom Freistaat. Die Smartphones, die bislang in Rund der Hälfte aller 200 Straßenbahnen (Anm. stena: Dresden besitzt 166 Stadtbahnwagen) installiert sind, sollen später durch fest eingebaute Monitore ersetzt werden. Bewährt sich das System, wollen es die Stadt und DVB schrittweise auf das gesamte Straßenbahn- und Busnetz Dresdens ausdehnen.

Die Verkehrsbetriebe versprechen sich davon, langfristig mehr Fahrgäste zu gewinnen. „Derzeit sind nur 75 Prozent unserer Busse und Straßenbahnen pünktlich“, sagt Vostand Hans-Jürgen Credé. „da wollen wir natürlich besser werden.“ Auf der kurzen Teststrecke mit drei Haltestellen habe man die Pünktlichkeit schon auf rund 90 Prozent steigern können. „Wir werden nun sehen, wie sich das Programm weiter entwickelt.“

Nebenbei versprechen sich die DVB von dem neuen System auch erhebliche Einsparungen. Denn das neue Computersystem gibt den Straßenbahnfahrern nicht nur Tipps, wie sie die grüne Welle erreichen, sondern schlägt auch vor, wenn sie die Bahn ausrollen lassen und so Energie sparen können. „Was das bringt, werden wir aber erst noch sehen“, sagt Credé. Größere Gewinne erhofft er sich durch die etwas flottere Fahrt. Dadurch, dass die Straßenbahnen auf der Linie 7 zwischen Weixdorf und Pennrich künftig ein bisschen schneller unterwegs sind, können die DVB eine Straßenbahn im Zehn-Minuten-Takt weniger einsetzen. Das spart 350.000 Euro Betriebskosten pro Jahr.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 20. August 2013


18.08.2013; 13:25:08 [61]

Kaffee trinken über'm Brunnen oder das Geheimnis des Häuschen am Endpunkt  Messe, Gleisschleife

Es ist ein kleines, unscheinbares Häuschen, das in der Gleisschleife der Linie an der Messe steht. Doch darin verbirgt sich etwas ganz besonderes. Nein, gemeint ist nicht der Kaffeeautomat für die Straßenbahnfahrer - sondern ein Brunnen.

Wer das Pausenhäuschen der DVB betritt, dem fällt erstmal nichts besonderes auf. Doch im Boden befindet sich eine Luke - und diese führt über eine Leiter tief nach unten. Mutige können dort noch eine Luke öffnen und weitere Meter hinab steigen. Es ist das innere eines Brunnens, welcher einst zum Schlachthof gehörte.

Im Rahmen der Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnlinie vor zwei Jahren, wurde auch das ehemalige Brunnenhaus wieder auf Vordermann gebracht. Es steht unter Denkmalschutz, wurde behutsam wieder saniert. "Wir benutzen das Wasser, um den Rasen zwischen unseren Gleisen zu bewässern", erklärt Roland Ende, verantwortlich für die Instandhaltung der Gleisanlagen. "Bevor die Tankwagen ihre Fahrt durch Dresden antreten, werden sie mit dem Wasser aus diesem Brunnen befüllt."

Das besondere daran: Der Pegelstand der Elbe lässt sich recht gut ablesen. " Das Wasser im Brunnen ist immer so hoch wie die Elbe", betont Herr Ende.

Quelle: Wochenkurier vom 14.08.2013 (Woche 33)


09.08.2013; 18:20:46 [60]

Alte Stadtbahnen modernisieren oder neue Bahnen kaufen

Das Entenschnabeldesign hat ausgedient und die schmalen Hüften auch. Stadtbahnen in Dresden könnten künftig so aussehen wie die aktuellen Modelle, die das Düsseldorfer Unternehmen „Vossloh Kiepe“ derzeit für Rostock entwickelt. Bauchiger, weil die Wagenkästen breiter werden sollen, die Spurweite dabei aber nicht verändert wird. Und etwas windschnittiger als die ersten Niederflurbahnen, die Dresden in den 1990-ern gekauft hat und die vor allem durch ihre dicken Prallelemente auffielen, die wie Entenschnäbel wirken.

In 6 -7 Jahren müssten die ersten Stadtbahnen der nächsten Generation geliefert werden, ist Holger Seifert überzeugt, Chef der Schienenfahrzeug-Sparte bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Vorausgesetzt, die Verantwortlichen des Unternehmens entscheiden sich tatsächlich für den Kauf neuer Bahnen, ist das Ende der Lebensdauer der ersten Dresdner Niederflurbahnen in Sicht. Die allererste dieser Stadtbahnen wurde Mitte Dezember 1995 geliefert, sie ist jetzt also bald 20 Jahre alt. Bis zu 30 Jahre, so Seifert, betrage die Lebensdauer einer aktuellen Stadtbahn. Alle acht Jahre müssen die Züge grundlegend überprüft und erneuert werden, das ist so etwas wie ein Schienenfahrzeug-TÜV. Zur Zeit stehen in den Werkhallen der Verkehrsbetriebe in Gorbitz unter anderem zwei Stadtbahnen, die im August 1997 und im Januar 1998 geliefert wurden. Rund 1,6 Millionen Kilometer ist die Bahn mit der Fahrzeugnummer „2524“ bisher durch Dresden gefahren, bevor sie zum zweiten Mal zum „TÜV“ nach Gorbitz kam. Jetzt sind Ronald Kurcharz und seine Kollegen damit beschäftigt, den Bodenbelag in der Bahn zu erneuern. Ohne Fahrgestelle, Sitze und Elektronik steht der Zug derzeit auf Stützen in der DVB-Wrrkstatt. Mit Zollstock, Messer, Kunststoffbelag, Kleber und Schleifgerätschaften werkeln der Betriebsschlosser Andreas Pietzka und der 58-jährige Schweißer in dem Wagenkasten. Bis zu fünf Monate dauert die Generalüberholung einer Stadtbahn, erklärt Seifert. Dabei werden nicht nur der Innenraum erneuert und sämtliche Elektronikbauteile gecheckt, auch der Wagenunterbau und die Karosserie werden erneuert, Roststellen beseitigt und Fenster erneuert. Wie neu sind die Bahnen, haben sie diese aufwendige Prozedur hinter sich.

Ob dieser Aufwand auch beim dritten „TÜV“-Besuch einer Bahn in Gorbitz noch sinnvoll ist, beratschlagen die DVB-Verantwortlichen derzeit. Entscheiden sie sich gegen diese Variante, steht der Neukauf von Stadtbahnen an. Dafür erarbeiten Seifert und seine Kollegen zur Zeit die Voraussetzungen. Lastenheft heißt der entsprechende Aktenordner, den die DVB-Straßenbahnfachleute zusammenstellen und in dem alles steht, was die neuen Bahnen können sollen. Wichtigste Neuerung: Sie sollen breitere Wagenkästen als die aktuellen Fahrzeuge haben. Dafür werden zur Zeit unter anderem auf der „Bautzner Straße“ die Gleise auseinander gerückt. Und sie könnten womöglich auch Klimaanlagen haben. Wie die potenziellen Anbieter das Lastenheft auslegen, ist ihre Sache. Sollen jedoch neue Bahnen rechtzeitig beschafft werden, müssten sie etwa 2016 bestellt werden. Rund ein Jahr zuvor, 2015 müssten die DVB die dafür nötige europaweite Ausschreibung auf den Weg bringen. Für die Frage, ob neue Bahnen beschafft werden sollen und welche Anforderungen an sie gestellt werden, haben die DVB also noch rund eineinhalb Jahre Zeit.

Quelle: DNN vom 09. August 2013


06.08.2013; 15:39:59 [59]

Entgleisung von Stadtbahnwagen 2715 in Gorbitz

Schrecksekunde an der Gorbitzer Schlehenstraße: Am Sonnabend entgleiste gegen 15 Uhr eine Stadtbahn am Ender einer langgezogenen Linkskurve. Die Ursache konnte noch nicht geklärt werden, wie die Feuerwehr mittielte. Die 42 Meter lange Bahn war als Dienstfahrt in Richtung Betriebshof Gorbitz unterwegs, als das zweite Fahrgestell (Anm. stena: eigentlich Laufgestell) plötzlich aus den Gleisen sprang. Der Zug musste anschließend von den Männern der Feuerwache Neustadt wieder auf die Schienen gesetzt werden. Auf dem Streckenabschnitt fuhren während der Bergungsarbeiten Busse. Verletzt wurde niemand.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05. August 2013

Antriebsschaden führte zur Entgleisung

Die Ursache für die Entgleisung einer Stadtbahn auf der Schlehenstraße ist gefunden: Wie Verkehrsbetriebssprecher Falk Lösch mitteilt, war ein Antriebsschaden des Zuges verantwortlich für den Unfall am Samstagnachmittag. Außerdem war die Niveauregulierung des Fahrzeuges kaputt. Die Bahn war wegen des Schadens bereits unterwegs zum Betriebshof Gorbitz, als sie in einer langgezogenen Linkskurve aus den Gleisen sprang, Verletzte gab es nicht.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 06. August 2013

Anmerkung stena: Die Unfallstelle war direk an der Einfahrt der Haltestelle Schlehenstraße. Des weiteren war das Unfallfahrzeug schon zwei Tage später (05. August 2013) wieder auf der Linie 4 zu finden!


01.08.2013; 17:40:39 [58]

Höhere Strafen für „Schwarzfahrer“ geplant

Die Millionenverluste durch das Fahren ohne Fahrschein sollen minimiert werden. Doch noch gibt es ein Hindernis für die Anhebung.

Wer künftig ohne Ticket Bus oder Straßenbahn fährt, muss mit einer empfindlicheren Strafe rechnen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) planen, das sogenannte erhöhte Beförderungsentgelt von 40 auf 60 Euro zu erhöhen. Eine entsprechende Initiative für eine bundesweite Regelung hat der Verband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) bereits im vergangenen Jahr gestartet. Nach der Sommerpause soll die Bundesregierung die dafür nötige Rechtsverordnung ändern und verabschieden. Anschließend können die Verkehsunternehmen selbst entscheiden, ob sie ihre Strafen anpassen. „Wenn das kommt, verschließen wir uns dem sicher nicht“, sagt DVB- Sprecher Falk Lösch. „Das ist eine Option, um den Verlust durch Abschreckung kleiner werden zu lassen.“ Die jetzige Strafe sei einfach zu gering. Die Verkehrsbetriebe gehen davon aus, das pro Jahr zwischen 50.000 und 55.000 Fahrgäste in Dresden ohne gültiges Ticket mit Bus und Straßenbahn unterwegs sind. 1,5 Millionen Euro bringe das an Verlusten für das Unternehmen. Die Zahlen seien seit etwa neun Jahren stabil, sagt Lösch. „Je weniger schwarzfahren, desto stabiler können die Ticketpreise für die bleiben, die bezahlen. „Insofern sei eine Erhöhung der Strafe auch im Sinne der ehrlichen Fahrgäste.

Mehr Kontrollen durch Fremdfirmen soll es aber erst einmal nicht geben. Laut DVB sind derzeit in allen Bussen und Straßenbahnen täglich 25 bis 27 Kontolleure im Auftrag der Verkehrsbetriebe im Einsatz. „Natürlich werden die stärker befahrenen Linien wie die 3, 6, 7 und 11 oder die 61 und 62 häufiger kontrolliert. Aber wir kontrollieren jede Linie bis zum Stadtrand“, sagt Lösch.

Wer erwischt wird, muss das erhöhte Beförderungsentgelt zahlen – egal, ob er keinen Fahrschein gekauftoder die Monatskarte zu Hause vergessen hat. Nur bei Stammkunden werde der Betrag nach Prüfung des Falls auch einmal reduziert, so Lösch. Richtig teuer werden kann es für Wiederholungstäter. Wegen der Erschleichung von Leistungen bekommen sie eine Anzeige von den Verkehrsbetrieben. Dann droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe, die je nach Einkommen im drei- oder vierstelligen Euro-Bereich liegen kann.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 26. Juli 2013


26.07.2013; 13:42:14 [57]

Erinnerung an die geplante Linie 5

Noch fehlt das Geld für das Projekt. Die DVB schaffen nun aber Fakten. Die Fläche für eine neue Endstation ist gekauft.

Geht es nach der DVB, könnte auf der Fläche zwischen Haltepunkt Plauen und der Hofmühlenstraße die neue Zentralhaltestelle (Anm. stena: Gemeint ist wohl eher die Endstation.) für die Linie 5 in Richtung Johannstadt entstehen. Der erste Schritt dafür ist mit dem Kauf des Grundstücks getan. Damit scheint Bewegung in die Pläne für die Linie 5 zu kommen.

Die 8,3 Kilometer lange Trasse soll von der Pfotenhauerstraße über das Zentrum nach Plauen führen. Bisher fährt dort die Buslinie 62. Doch die Nachfrage ist größer, als die Busse tatsächlich Passagiere transportieren können. "Schon jetzt stoßen wir an unsere Grenzen"; sagt DVB-Chef Reiner Zieschank. "Die Strecke ist einer der wichtigsten Achsen, die mitten durch die Stadt führt." An dieser Linie liegen große Wohngebiete, Forschungszentren und Ausbildungsstätten. 15.000 Anwohner und 14.000 Arbeitsplätze würden erreicht. 2.300 Fahrgäste mehr könnten pro Tag mitfahren gegenüber 23.000 heute. 1.700 Fahrten würden laut DVB mit dem Auto an Werktagen entfallen, wenn die Fahrer umsteigen. Allzu viel Euphorie wollen die DVB dennoch nicht aufkommen lassen, denn die Finanzierung für den Bau ist ungeklärt. Das Land will für das 93-Millionen-Euro-Projekt keine Zuschüsse zahlen. Selbst wenn jetzt das Geld sofort vorhanden sein sollte, hat die Stadt bis 2020 andere Projekte in dresden ausgewählt, die bezahlt werden müssen. Trotzdem: "Früher oder später führt kein Weg an der Straßenbahnlinie 5 vorbei", sagt Zieschank. "Längere Busse anzuschaffen ist allenfalls eine Notlösung." Die messen einen meter mehr und können rund zehn Prozent mehr Fahrgäste befördern. An die Kapazität einer 45 Meter langen Straßenbahn reicht das bei weitem nicht heran, so Zieschank.

In der Johannstadt könnte die alte Gleisschleife als neue Endstation reaktiviert werden. Noch ist der Streckenverlauf nicht endgültig geklärt. So könnte die Linie 5 sowohl über den Bönischplatz und die Pfotenhauerstraße als auch über die Striesener straße Richtung Endstation rollen. Das muss noch entschieden werden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 25. Juli 2013


25.07.2013; 20:57:27 [56]

Die unendliche Geschichte der Albertbrücke

DVB prüfen Tempo 10

Wegen des schlechten Zustandes der Brücke und der Gleise prüfen die DVB derzeit, ob die Bahnen künftig stellenweise nur noch mit zehn Stundenkilometern darüber zuckeln. "Solange die Brücke nicht gesperrt wird, fahren wir aber drüber", so DVB-Sprecher Falk Lösch. Für die Sperrung sei die Stadt zuständig.

Quelle: MOPO vom 25. Juli 2013 (Auszug aus dem Artikel: "Marode Albertbrücke: DVB prüfen Tempo 10, Marx wartet, OB schweigt")


24.07.2013; 23:57:13 [55]

DVB starten Befragung in Bus und Straßenbahn

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wollen wissen, welche Fahrkarten ihre Kunden nutzen und wieviele schwerbehinderte Menschen kostenlos mit Bus und Straßenbahn unterwegs sind. Deshalb hat das Unternehmen gestern eine dreiwöchige statistische Erhebung gestartet. Damit wird ermittelt, wie viele schwerbehinderte Fahrgäste, gemessen an der Gesamtzahl aller Kunden, die Nahverkehrsmittel benutzen. Das ist wichtig, damit die DVB Fördermittel dafür beantragen können.Nach Angaben der Verkehrsbetriebe erfolgen die Erhebungen nach einem Stichprobenverfahren auf einzelnen Fahrzeugen über den gesamten Tag. Personendaten werden nicht erfasst.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 23. Juli 2013


13.07.2013; 21:58:34 [54]

Vorstände der DVB bleiben weiter im Amt

Der Aufsichtsrat der DVB hat die Vorstände Reiner Zieschank und Hans-Jürgen Credé in ihren  Ämtern bestätigt. Die Verträge wurden bis 2015 verlängert, teilte DVB-Sprecher Falk Lösch auf DNN-Anfrage mit. Zieschank ist bei den Verkehrsbetrieben für die Finanzen und die Technik zuständig, Credé für den Fahrbetrieb und das Personal. Beide sind seit 1992 Mitglieder des DVB-Vorstands, dem damals als dritte Person noch der Vorstandssprecher Frank Müller-Eberstein angehörte. Seit 2007 haben Zieschank und Credé zusätzlich das Sagen bei den Technischen Werken Dresden (TWD). Dabei handelt es sich um eine Holding der Stadt, zu der unter anderem die DVB, die DREWAG, und die Stadtreinigung gehören.

Auch der TWD-Aufsichtsrat verlängerte die Vorstandsverträge mit Zieschank und Credé bis 2015. Zusätzlich rückte Dr. Reinhard Richter in den TWD-Vorstand auf. Richter ist neben Zieschank einer der zwei DREWAG-Geschäftsführer. Sein TWD-Vertrag läuft allerdings drei Jahre länger als der von Zieschank, er endet 2018.

Reiner Zieschank ist noch bis 2015 Mitglied der DREWAG-Geschäftsführung. Dort fungiert er als Sprecher.

Quelle: DNN vom (11.) Juli 2013


04.07.2013; 17:32:46 [53]

11. Lange Nacht der Wissenschaften am 05. Juli von 18 bis 1 Uhr

Am Freitag findet die 11. Dresdner Nacht der Wissenschaften statt. Von 18 bis 1 Uhr öffnen sechs Dresdner Hochschulen sowie 36 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und wissenschaftsnahe Unternehmen ihre Häuser, Labore, Hörsäle und Archive für Neugierige und Wissenshungrige.

An 125 verschiedenen Orten präsentieren sich über 600 Experimentalshows, Führungen, Ausstellungen, Vorträge, Filme und Musik. Mehr als 120 Veranstaltungen werden speziell für Kinder im Vorschulalter und für Schüler angeboten. Erstmals dabei: Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs), die unter anderem einen Auszug fürs Altern "am lebenden Objekt" demonstrieren wird.

Das Frauenhofer Institut präsentiert unter anderem den 30,5 Meter langen Bus, in dem 256 Fahrgäste Platz haben. Wer möchte, kann auf der Teststrecke eine Runde mitfahren. Probefahrten soll das Gefährt bald auf der Linie 66 absolvieren.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, ebenso die Fahrt zwischen den Veranstaltungsorten mit Straßenbahnen und Bussen der DVB in der Zeit von 18 bis 1 Uhr gegen Vorlage des Programmheftes oder der neuen Mobil-App.

Quelle: Wochenkurier Dresden vom 03.07.2013


Nachtrag: Zitat des Service-Teams der DVB: "Die AutoTram wird auf absehbare Zeit nicht mit Fahrgästen fahren dürfen. Es sollen erste Testfahrten auf öffentlichem Verkehrsraum erfolgen. Die AutoTram darf dabei viele Streckenabschnitte z.B. Blaues Wunder, Striesen, Wasaplatz… nicht befahren, so dass am Ende nur die Linie 66 als Testobjekt vorerst übrig blieb. Bei den Fahrten wird am Anfang evtl. sogar die Polizei mitfahren und die Fahrten werden in verkehrsberuhigter Zeit stattfinden. Dabei soll die Reaktion der anderen Verkehrsteilnehmer, die Räumzeiten und Behinderungsflächen an Knoten ermittelt werden."

Quelle: Facebook/dvbag


04.07.2013; 17:26:31 [52]

Eine Million für neue Tafeln an Haltestellen

Kunden der DVB sollen künftig besser über Abfahrtszeiten und Verspätungen von Bus und Straßenbahn informiert werden. Bis Mitte 2015 will das Unternehmen insgesamt 26 Haltestellen im gesamten Stadtgebiet mit elektronischen Abfahrtstafeln ausstatten. Dort sind neben Abfahrts- und Ankunftszeiten in Echtzeit auch Informationen zum Nahverkehr zu lesen. Die Tafeln sollen unter anderem an den Haltestellen Mickten, Strehlener Platz, Comeniusplatz, Körnerplatz, Pfotenhauerstraße und an der Schwebebahn aufgestellt werden. Das Projekt kostet insgesamt rund eine Million Euro. 660.000 Euro davon kommen von der Europäischen Union.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 04.07.2013


01.07.2013; 22:53:32 [51]

Bus- und Bahnfahren wird teurer

Erstmals seit Langem steigen die Preise für Einzelfahrten. Auch Radler müssen künftig mehr zahlen.

Wer ab November mit Bus und Straßenbahn unterwegs ist, muss dafür deutlich mehr zahlen. Die Preise für die Fahrkarten steigen um durchschnittlich 3,6 Prozent, wie der Verkehrsverbund (Oberelbe (VVO), zu dem auch die Dresdner Verkehrsbetriebe gehören, gestern mitteilte. Am stärksten betroffen sind die Gelegenheitsfahrer: Der Einzelfahrschein kostet künftig 2,20 Euro statt zwei Euro. Es ist allerdings die erste Preiserhöhung seit drei Jahren. Die Viererkarte wird um 30 Cent teurer. Auch wer sein Fahrrad einmalig in Bus und Straßenbahn transportieren will, muss mehr zahlen. Bislang lösten die Kunden dafür eine ermäßigte Einzelkarte für 1,40 Euro. Die Fahrrad- Tageskarte, die neu eingeführt wird, kostet zwei Euro. Vergleichsweise geringer fällt der Anstieg für Nutzer von Wochen-, Monats- oder Abokarten aus. Die Abo- Monatskarte kostet ab 01. November 47,50 Euro statt 46 Euro.

Die VVO begründet den Preisanstieg zum einenmit gestiegenen Personal-, Inststandhaltungs- und Energiekosten. Die Kosten für den Dieselkraftstoff seien im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent gestiegen. Nach einem neuen Tarifabschluss müssten die VVO- Unternehmen in diesem Jahr außerdem 2,8 Prozent mehr Lohn an ihre Mitarbeiter zahlen. Zum anderen sorgt die reduzierte Förderung des Schülerverkehrs bei den beteiligten Unternehmen für ein Minus von rund einer Million Euro. Und auch für die Benutzung der Eisenbahnstrecken muss die VVO mehr Geld an die Deutsche Bahn zahlen.

Diese Verluste können nach Angaben des Verkehrsverbundes durch die höheren Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf von vier Millionen Euro nicht ausgeglichen werden. Der Preisanstieg sei nötig, um das Angebot zu sichern und in Service und Fahrzeuge investieren zu können, sagte VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen.

Ob die Schäden aus demvergangenen Hochwasser zu weiteren Verlusten führen, konnte Ehlen noch nicht sagen, da die Bilanz von den einzelnen Kommunen geführt werde. Entwarnung gibt es unterdessen auf der Stecke in Richtung Sächsische Schweiz. Ab dem Wochenende soll die S-Bahn von Dresden nach Bad Schandau wieder einmal pro Stunde durchgängig fahren. Um den durchgeweichten Bahndamm zu schonen, gibt es aber auf einzelnen Verbindungen weiterhin Ersatzverkehr mit Bussen ab Pirna.

Übersicht der neuen Preise:

Fahrschein bisher    neu
Einzelfahrschein 2,00 2,20
ermäßigt 1,40 1,50
Vierer-Karte 7,50 7,80
ermäßigt 4,80 5,00
Monatskarte 52,50 55,00
ermäßigt 39,50 41,50
ABO-Monatskarte 46,00 47,50
ermäßigt 34,50 35,50
Jahreskarte 520,00 541,00
ermäßigt 390,00 406,00
Familientageskarte 8,00 8,50
Fahrrad-Tageskarte --- 2,00

Angaben in Euro; Quelle: VVO

Quelle: Sächsische Zeitung vom 21. Juni 2013


21.06.2013; 22:03:15 [50]

Grüne wollen Fahrgastzahlen verdoppeln

Die Grünen im Landtag wollen den öffentlichen Nahverkehr ankurbeln und verbessern. Nach der Studie „Sachsentakt 21“ könnten sich mit den richtigen Angeboten die Fahrgastzahlen bis 2025 verdoppeln, so Grünen Verkehrsexpertin Eva Jähnigen. Dafür müssten sämtliche Angebote des Fern- und Nahverkehrs besser miteinander abgestimmt und alle Strecken im Stundentakt bedient werden. Für die Umsetzung eines sogenannten Integralen Taktfahrplans würden jährliche Betriebskosten von bis zu 450 Millionen Euro anfallen. Dies sollten u.a. über Regionalisierungsmittel abgedeckt werden, sagte sie.

Quelle: Radio Dresden 103.5 vom 21. Juni 2013


Grüne wollen Fahrgastzahlen verdoppeln


Die Grünen im Landtag wollen den öffentlichen Nahverkehr ankurbeln und verbessern. Nach der Studie „Sachsentakt 21“ könnten sich mit den richtigen Angeboten die Fahrgastzahlen bis 2025 verdoppeln, so Grünen Verkehrsexpertin Eva Jähnigen. Dafür müssten sämtliche Angebote des Fern- und Nahverkehrs besser miteinander abgestimmt und alle Strecken im Stundentakt bedient werden.Für die Umsetzung eines sogenannten Integralen Taktfahrplans würden jährliche Betriebskosten von bis zu 450 Millionen Euro anfallen. Dies sollten u.a. über Regionalisierungsmittel abgedeckt werden, sagte sie.

Grüne wollen Fahrgastzahlen verdoppeln


Die Grünen im Landtag wollen den öffentlichen Nahverkehr ankurbeln und verbessern. Nach der Studie „Sachsentakt 21“ könnten sich mit den richtigen Angeboten die Fahrgastzahlen bis 2025 verdoppeln, so Grünen Verkehrsexpertin Eva Jähnigen. Dafür müssten sämtliche Angebote des Fern- und Nahverkehrs besser miteinander abgestimmt und alle Strecken im Stundentakt bedient werden.Für die Umsetzung eines sogenannten Integralen Taktfahrplans würden jährliche Betriebskosten von bis zu 450 Millionen Euro anfallen. Dies sollten u.a. über Regionalisierungsmittel abgedeckt werden, sagte sie.

Grüne wollen Fahrgastzahlen verdoppeln


Die Grünen im Landtag wollen den öffentlichen Nahverkehr ankurbeln und verbessern. Nach der Studie „Sachsentakt 21“ könnten sich mit den richtigen Angeboten die Fahrgastzahlen bis 2025 verdoppeln, so Grünen Verkehrsexpertin Eva Jähnigen. Dafür müssten sämtliche Angebote des Fern- und Nahverkehrs besser miteinander abgestimmt und alle Strecken im Stundentakt bedient werden.Für die Umsetzung eines sogenannten Integralen Taktfahrplans würden jährliche Betriebskosten von bis zu 450 Millionen Euro anfallen. Dies sollten u.a. über Regionalisierungsmittel abgedeckt werden, sagte sie.

Grüne wollen Fahrgastzahlen verdoppeln


Die Grünen im Landtag wollen den öffentlichen Nahverkehr ankurbeln und verbessern. Nach der Studie „Sachsentakt 21“ könnten sich mit den richtigen Angeboten die Fahrgastzahlen bis 2025 verdoppeln, so Grünen Verkehrsexpertin Eva Jähnigen. Dafür müssten sämtliche Angebote des Fern- und Nahverkehrs besser miteinander abgestimmt und alle Strecken im Stundentakt bedient werden.Für die Umsetzung eines sogenannten Integralen Taktfahrplans würden jährliche Betriebskosten von bis zu 450 Millionen Euro anfallen. Dies sollten u.a. über Regionalisierungsmittel abgedeckt werden, sagte sie.

Grüne wollen Fahrgastzahlen verdoppeln


Die Grünen im Landtag wollen den öffentlichen Nahverkehr ankurbeln und verbessern. Nach der Studie „Sachsentakt 21“ könnten sich mit den richtigen Angeboten die Fahrgastzahlen bis 2025 verdoppeln, so Grünen Verkehrsexpertin Eva Jähnigen. Dafür müssten sämtliche Angebote des Fern- und Nahverkehrs besser miteinander abgestimmt und alle Strecken im Stundentakt bedient werden.Für die Umsetzung eines sogenannten Integralen Taktfahrplans würden jährliche Betriebskosten von bis zu 450 Millionen Euro anfallen. Dies sollten u.a. über Regionalisierungsmittel abgedeckt werden, sagte sie.

01.06.2013; 11:48:46 [49]

Buslinie 79 wird elektrisch

Spätestens Mitte 2015 soll die Dresdner Buslinie 79 zwischen den Stadtteilen Mickten und Übigau durch einen Bus mit rein elektrischem Antrieb bedient werden. Für ihre Bewerbung beim Bundesprojekt „Schaufenster Elektromobilität“ erhielten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) den Förderbescheid zur Beschaffung eines Fahrzeugs einschließlich der benötigten Infrastruktur. Wissenschaftlich begleitet wird der Betrieb durch die Experten der Technischen Universität Dresden (TUD).

Die Quartierbuslinie 79 ist 5,2 Kilometer lang und bedient mit einer Gesamtfahrzeit von 16 Minuten sieben bzw. neun Haltestellen pro Richtung. Im üblichen 20-Minuten-Takt reicht dafür ein einziges Fahrzeug aus. Damit eignet sich die „79“ perfekt für eine Umrüstung auf Elektrobetrieb. Begünstigt wird das Projekt neben der kurzen Strecke und geringen Staugefahr auch durch die schon vorhandene Infrastruktur der Straßenbahn in Mickten, die für eine modifizierte Nachladestation genutzt werden kann. Die Ladezeit soll nicht länger als drei Minuten dauern und über einen zweipoligen Stromabnehmer und ein kurzes Stück Fahrleitung am Endpunkt erfolgen. Die Energieversorgung des acht bis zehn Meter langen Elektrofahrzeugs wird durch einen Lithium-Ionen-Speicher mit einer Kapazität von 150 bis 200 Kilowattstunden übernommen. Damit kann der Bus die gesamte Strecke und auch alle nötigen Ein- und Ausrückewege zurücklegen. Für den Notfall gibt es eine externe elektrische Einspeisung. In der TUD wird eine Software entwickelt, die dem Fahrer signalisieren soll, wann sein Fahrzeug die für eine weitere Runde notwendige Ladung erreicht hat. Jetzt laufen die Vorbereitungen zur europaweiten Ausschreibung. Von den geschätzten rund 400.000 Euro Anschaffungskosten stellen das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) zunächst etwa ein Drittel Förderung in Aussicht. Dazu kommt mit rund 100.000 Euro die Hälfte der Infrastrukturausrüstung. Spätestens ab Mitte 2015 soll der Elektrobus auf der Linie 79 im Einsatz sein. Für nötige Werkstattaufenthalte steht ein Ersatzfahrzeug mit schadstoffarmem Dieselmotor bereit.

Während die DVB sich um das Fahrzeug und die Infrastruktur kümmern, übernimmt die TUD die Beschaffung des Energiespeichers für den Bus. Ziel des Forschungsprojektes ist die wissenschaftliche Auswertung des Langzeitbetriebes anhand von Belastung, Ladezyklen und Nachladegeschwindigkeit. Dazu wird in der TUD die passende Software programmiert. Sie soll Rückschlüsse auf die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit solcher Energiespeicher liefern. Davon profitieren nicht nur deren Hersteller sondern die gesamte Bus- und Automobilindustrie. Interessante Ergebnisse erhofft man sich im Vergleich mit anderen Projekten. Beispielsweise fahren in Wien, Göteborg und weiteren Städten vergleichbare Modelle mit unterschiedlichen Speicherformen. Darüber hinaus wird die beste Lösung für die Ladeinfrastruktur gesucht. Die Gleichstromversorgung der Straßenbahn unterliegt je nach Anzahl der Züge im Abschnitt großen Schwankungen zwischen 450 und 1000 Volt. Soll die für den Elektrobus Verwendung finden, muss eine ausgleichende Regelelektronik vorgeschaltet werden. Eine andere Variante wäre die Nachladung per induktiver Übertragung durch Spulen in der Straßendecke und unter dem Fußboden des Busses. Auch über das Andocken an unterirdische Kontakte während des Haltestellenaufenthalts könnten Speicher eine Schnellladung erhalten.

Für solche innovativen Forschungen stellen BMVBS und SMWA Fördermittel zur Verfügung. Die Bundesländer Bayern und Sachsen hatten sich gemeinsam erfolgreich um Gelder aus dem Bundesprojekt „Schaufenster Elektromobilität“ beworben. Nun erhielten die DVB in dieser Woche den Fördermittelbescheid vom Bundesministerium für die „Elektrobuslinie 79“. Aktuell läuft noch eine weitere DVB-Bewerbung um Fördergelder. Darin geht es um die Entwicklung einer Software und weiterer Komponenten, die Lade- und Entladezyklen von Hybridbusspeichern intelligent und in Abhängigkeit von örtlichen Gegebenheiten steuern kann. Darüber hinaus soll die Forschung an einer ultraleichten Aluminiumfelge für Busse unterstützt werden. Ob auch dieses zweite Projekt gefördert wird, ist noch nicht entschieden.

Quelle: dvb.de vom 30. Mai 2013


26.05.2013; 20:53:14 [48]

Kommen die O- Busse nach Dresden zurück???

Dresden bekommt den O- Bus zurück. Auf einigen zentrumsnahen Teilstrecken können Busse künftig wieder mit Strom aus einer Oberleitung fahren. Auf dem Zelleschen Weg sei dies vorübergehend denkbar, auch die Hamburger Straße könnte geeignet sein, sagte Robert Roch, Chef der Bussparte der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) . „Wir denken über eine externe Energiezuführung nach“, berichtete Roch über eine Untersuchung von DVB und Wissenschaftlern der Fachhochschule Landshut. Auch die Mitnutzung von Straßenbahnoberleitungen sei vielleicht eine Möglichkeit.

Diese Planspiele gehören zum DVB- Anteil am „Schaufenster Bayern- Sachsen Elektromobilität verbindet“. Im Rahmen dieses Programms bekommen die zwei Länder 140 Millionen Euro für rund 50 Einzelthemen. „Urbane Mobilität“ lautet der Themenkomplex, zu dem die Überlegungen der Verkehrsbetriebe gehören. Bereits der Test von Bussen mit Hybridantrieb im DVB- Linienbetrieb war Teil des „Schaufenster“- Programms.

Ursprünglich wollten die Verkehrsbetiebe in einem zweiten Schritt die Linie 64 (Waldschlößchen- Kaditz) komplett mit Hybridbussen betreiben und die 79 (Mickten- Übigau) mit einem reinen Elektrobus. Die Überlegungen für die 64 mussten allerdings ad acta gelegt werden. „Ab dem 01. Januar 2014 gilt für uns die Abgasnorm Euro 6 und es gibt auf dem Markt keinen Hybrid- Gelenkbus der diese Norm erfüllt“, begründet Roch das vorfristige Ende dieses Versuchs. Der Übigauer Elektrobus ist allerdings weiter im Rennen.

Die Verkehrsbetriebe haben unterdessen entschieden, anstelle des Hybridversuchs zwischen Kaditz und dem Waldschlößchen die vorhandene Hybridbus- Flotte zu verbessern. Ein Thema soll dabei die bereits erwähnte „externe Energiezuführung“ sein, ein weiteres der Leichtbau. „Wir wollen ein Rad entwickeln, das 25 Kilo leichter ist als ein herkömmliches“, sagte Roch. Dadurch könne ein Bus mit zehn Rädern eine Vierteltonne leichter werden. Ein weitere Thema sind bessere Heizsysteme für Busse. Die DVB wollen den Einsatz von Wärmepumpen, einer Infrarot- und einer Abgasheizung in einem Mercedes- Hybridbus testen. Noch in diesem Jahr soll der Bus umgebaut werden, getestet wird bis 2016.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 10. Mai 2013


26.05.2013; 20:51:23 [47]

Noch mehr Flüsterrasen für Dresdens Gleise

Seit 15 Jahren verlegen die Verkehrsbetriebe Rasengleise und loben die Vorteile. Doch das Gras ist teuer.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) sorgen für mehr Grün in der Stadt. Erst vor wenigen Wochen sind die Arbeiten an den neuen Rasengleisen für die Strecke zur Messe beendet worden. Nun erklärte Leonhard Hanusch, bei den DVB zuständig für Infrastruktur, dass das Unternehmen weitere grüne Abschnitte mit Rollrasen plant. Dafür werde nun mithilfe der Hochschule für Technik un Wirtschaft (HTW) auch die richtige Rasenmischung gefunden.

In der Fröbelstraße fing vor 15 Jahren alles an. Seitdem wird in Dresden zwischen und neben Straßenbahngleisen Rasen verlegt. Möglich ist das dort, wo die Bahn auf einer separaten Trasse fährt. Inzwischen sind 29 der 275 Kilometer langen DVB- Strecke mit Rasen versehen. „Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht und wollen daran festhalten“, sagte Leonhard Hanusch.

Wissenschaftler der HTW Dresden fanden heraus: Durch die Rasengleise wird der Lärm um fast fünf Dezibel minimiert. Das langsame Verdunsten von gespeichertem Wasser sorgt außerdem für eine zusätzliche Kühlung in der Stadt. Darüber hinaus bauen die Pflanzen durch Fotosynthese Kohlendioxid abund binden den Feinstaub. Weil Schmutz und Abfälle nicht ins Schotterbett gelangen, kann die DVB die Gleisanlagen leichter sauber halten.

Bestärkt durch die positiven Effekte, wollen die Verkehrsbetriebe das Rasengleisnetz weiter ausbauen. Im Rahmen des geplanten Stadtbahnausbaus zwischen Löbtau und Strehlen und zwischen Bühlau und Weißig sollen weitere Abschnitte folgen. Auch auf den Schienen in Richtung Weixdorf und Hellerau ist eine Begrünung laut Hanusch denkbar. „Es kommt letztlich darauf an, ob das Geld dafür da ist.“ Rund vier Euro pro Quadratmeter kostet der Rasen, hinzu kommen weitere Mittel für das notwendige Substrat.

Ein großes Problem konnten die Wissenschaftler für die DVB ebenfalls lösen: die Frage nach der perfekten Rasenmischung. Die besteht nun aus Deutschem Weidelgras, Wiesenrispengras und unterschiedlichen Schwingelarten. „Die sind pflegeleichter als andere Sorten“, begründet Ankea Siegl von der HTW. Einmal pro Woche müsste aber gewässert werden. Unterirdische Zisternen und Brunnen machen das möglich. Wo die nicht zur Verfügung stehen, wird mit einem Spezialfahrzeug mit Regenwasser gegossen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 23. Mai 2013


18.05.2013; 17:50:51 [46]

Semesterticket wird 21 Euro teurer als bisher

Der Vertrag zwischen Studenten und Verkehrsunternehmen wird Ende Mai unterschrieben. Der Preis steht jetzt schon fest und dazu neue Vorteile.

Dresdens Studenten müssen künftig für die Fahrt in Bahnen und Bussen mehr bezahlen. Ab Oktober soll das Semesterticket 166,20 Euro kosten. Das sind 21 Euro mehr als bisher. Das bestätigt André Lemme vom Studentenrat der TU Dresden. Das Gremium verhandelt derzeit mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB), dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und der Bahn über die Konditionen. DVB und VVO bekommen demnach drei Viertel von den 21 Euro Mehrkosten. Der Rest geht an die Deutsche Bahn sowie private Bahnanbieter.

Für über 40.000 Studenten von der Universität sowie aus fünf Hochschulen der Stadt gilt derzeit das Ticket. Damit können sie kostenlos alle öffentlichen Verkehrsmittel in Dresden sowie sachsenweit viele weitere Bus- und S- Bahn- Linien nutzen. Das Ticket gilt das ganze Semester lang, also sechs Monate. Konkrete Zahlen, wie viele Studenten tatsächlich das Ticket nutzen, fehlen. Einer aktuellen Umfrage nach sind es jedoch über 20.000.

Konkreter könnte es ab Oktober werden. Nach dem neuen sächsischen Hochschulgesetz können Studenten künftig wählen, ob sie zur Studentenschaft gehören wollen. Das ist derzeit Pflicht und schließt den Kauf des Tickets ein, auch wenn der Einzelne gar keinen Bedarf hat. Durch dieses Solidaritätsprinzip konnte das Ticket bisher zu dem günstigen Preis angeboten werden. Fallen Studenten weg, weil sie das Ticket nicht brauchen, bekommen die Verkehrsunternehmer weniger Geld. Seit vergangenem Jahr wurde daher über die Zukunft der Tickets diskutiert. Das sachsenweit einmalig ist.

Noch wollen die Beteiligten keine Details zur Einigung nennen. Nach Angaben des Studentenrats soll der neue Preis jedoch für zwei jahre fest vereinbart sein. Zudem werde geprüft, ob sächsische Studenten ihr Ticket um das Bayernticket erweitern können. Der endgültige Vertrag zum Semesterticket soll Ende Mai vorliegen.

Sächsische Zeitung vom 16. Mai 2013


15.05.2013; 22:50:28 [45]

Flüsterrasen an der MESSE DRESDEN

Mit dem Bau des Rasengleises wurden die Arbeiten an der Strecke jetzt beendet. Das tut auch dem Stadtklima gut.

An der neuen Messebahnstrecke wächst jetzt Grün. In den vergangenen Wochen wurde zwischen und neben den Gleisen Gras gesät. Mit diesem sogenannten Rasengleis sind die letzten Feinschliffarbeiten an der insgesamt 1,6 Kilometer langen Anlage beendet. Diese war nach mehrmonatigem Bau im Mai 2011 übergeben worden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) investierten rund 16 Millionen Euro in die neue Strecke der Straßenbahnlinie 10.

Diese Investition zahlt sich schon heute aus. So fahren knapp 2.200 Fahrgäste mehr mit der Linie als noch 2010, sagt DVB- Sprecher Falk Lösch. „Die Verlängerung der Strecke hat definitiv einen erheblichen Anteil daran.“ Mit dem Bau des Rasengleises wurde jetzt noch etwas für die Umwelt getan, denn der auf insgesamt 3.500 Quadratmetern verlegte Rollrasen dämpft die Geräusche und Emissionen der Straßenbahnen. Doch es gibt noch weitere Vorteile. So schützt das Grün auch vor Verschmutzung und ist zugleich ein Wasserspeicher, der sich positiv auf das Stadtklima auswirkt. Bevor die Arbeiter den Rasen säen konnten, mussten sie zunächst den Gleisschotter nach einigen Monaten des Betriebes noch einmal verdichten. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache als zweiter Stopfgang bezeichnet und erfolgte bereits im vergangenen jahr. Danach musste für den Einbau des Rasengleises jedoch auf frostfreie Temperaturen gewartet werden.

Anfang April war es dann soweit. Innerhalb weniger Tage hatten die Landschaftsbauer das frische Grün verlegt. Der in einer widerstandsfähigen Mischung vorher ausgesäte und gezüchtete Rasen kam dafür in großen Rollen von den Gärtnereien. Anschließend wurde er entsprechend zugeschnitten und auf einem speziellen Nährboden verlegt. In den großflächigen Rasenbelag investierten die DVB insgesamt rund 125.000 Euro.

Die Verkehrsbetriebe haben in der Vergangenheit bereits auf mehreren Gleistrassen Rasen gesät. Inzwischen sind in Dresden bereits mehr als 25 Kilometer Gleis mit Grün abgedeckt, so Sprecher Lösch. Das entspreche knapp 20 Prozent des gesamten Straßenbahnnetzes.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 15. Mai 2013


15.05.2013; 15:25:34 [44]

Zwitschern bei Bus und Bahn

Immer mehr Fahrgäste nutzen den Twitter- Dienst der Dresdner Verkehrsbetriebe. Deswegen soll der Service jetzt schneller und genauer werden.

Nutzer „Steffissimo“ braucht dringend Hilfe. „Wo bleibt denn die 85 an der Haltestelle Heimholtzstraße?“, schreibt er. Ein Blick auf den Monitor verrät Marcel Förster, dass der Bus irgendwo im nachmittäglichen Berufsverkehr festhängt und Verspätung hat. „Da haben wir gerade eine 85 an der Stadtgutstraße. Welche Richtung müssen Sie denn?“, schreibt er schnell zurück. Der 25- Jährige ist einer von zehn Mitarbeitern bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB), der regelmäßig twittert. Über den gleichnamigen Kurznachrichtendienst, der sich am ehesten mit „Gezwitscher“ übersetzen lässt, informieren die DVB ihre Fahrgäste über aktuelle Staus und Verspätungen. Etwa 4.300 Menschen nutzen das Angebotregelmäßig. Tendenz steigend. Der Service soll deswegen künftig schneller und genauer werden.

Wir informieren damit einen großen Anteil unserer Fahrgäste. Vor allem die, die wir auf herkömmlichen Wegen nicht erreichen“, sagt Marketingchef Jan Bleis, der den Service vor zweieinhalb Jahren gestartet hat. Etwa 15 Tweets, so heißen die Beiträge bei Twitter, versenden die DVB jeden Tag. Marcel Förster, der als Schichtleiter im Kundenservice arbeitet, erledigt das wie seine Kollegen nebenbei. Die meisten Anfragen und Beschwerden kommen nach wie vor per Telefon, E-mail oder Post.

Man muss schon einen gewissen Fetisch dafür haben, um da hinterher zu sein“, sagt der Dresdner, der auch privat viel in sozialen Netzwerken und bei Twitter unterwegs ist. Und man braucht gute Kontakte zu den Spezialisten im eigenen Unternehmen. Denn nicht immer lassen sich die Fragen der Twitterer mit einem Blick auf den Monitor beantworten. „Neulich wollte einer wissen, ob das Getriebe in einem bestimmten Bus von MAN oder Mercedes stammt“, erzählt Marcel Förster. „Da kann ich nur schreiben, wir kümmern uns.“ Die Antwort bekam er später von den Experten im Busbetriebshof.

Am meisten schätzt er jedoch die Anregungen und Hinweise der Twitterer. „Manche schreiben uns, wenn einer der Monitore in der Straßenbahn kaputt ist. Diese Nachricht können wir gleich weitergeben an den Straßenbahnhof in Gorbitz.“ Die Mitarbeiter wüssten dann schon vorher, was zu tun sei. „Solche Informationen sind Gold wert“, sagt Marcel Förster.

Um den Service zu verbessern, wollen die DVB ihre Twitterer künftig direkt in der zentralen Leitstelle in der Trachenberger Straße unterbringen – so wie es jetzt schon zum 13. Februar oder zuletzt beim Streik der Fall war. Bislang arbeiten die meisten von ihnen im Servicezentrum am Postplatz. Informationen über plötzliche Umleitungen und Verspätungen bekommen sie nicht direkt, sondern per Telefon oder über ihren Bildschirm. Ab dem Winter soll sich das ändern. „Unser Ziel ist es, dass wir Störungsinformationenirgendwann direkt perTwitter, Facebook und Internet an unsere Kunden weitergeben“, sagt Bleis.

Das Problem mit der 85 in der Helmholtzstraße hat sich unterdessen erledigt. Mit elf Minuten Verspätung kommt der Bus an der Haltestelle an. Auch wenn sich Marcel Förster über die Verspätung ärgert, konnte er helfen. „Es wichtig, dass die Kunden wissen: Wenn sie eine Frage haben, kümmert sich jemand“,sagt er.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 07. Mai 2013


10.05.2013; 23:20:49 [43]

Weichenzunge an der Ludwig-Hartmann-Straße gewechselt

Fachleute der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben die Schienen auf der Ludwig- Hartmann- Straße in Form gebracht. Dort sei im Bereich zur eingleisigen Strecke eine Weichenzunge gewechselt worden, wie DVB- Sprecher Falk Lösch mitteilte. Danach mussten die Schienen per Hand abgeschliffen werden. „Das gehört zu den laufenden Unterhaltungsmaßnahmen“, so Lösch. Behinderungen gab es dadurch nicht.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 10. Mai 2013


10.05.2013; 23:18:19 [42]


Haltestellen am Elbepark werden wieder von Bussen wieder angefahren

Die Busse der Linien 64, 70, 72 uund 80 halten wieder an den richtigen Haltestellen „Elbepark“ und „Washingtonstraße P+R“. Das teilten die Dresdner Verkehrsbetriebe mit. In den vergangenen zwei Wochen hielten die Busse außerhalb der Wartezone direkt an der Lommatzscher und Kötzschenbroder Straße. In den Haltestellen wurden die sogenannten Kombibordsteine repariert, die sich durch die hohe Beanspruchung gelockert hatten. Sie ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu Bussen und Straßenbahnen. Damit die Steine länger im Unterbau halten, wurden sie jetzt mit Stahlankern versehen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 10. Mai 2013



10.05.2013; 23:17:13 [41]


Reparatur an der Haltestelle Pirnaischer Platz beendet

Die Reparaturarbeiten an der Haltestelle Pirnaischer Platz sind abgeschlossen. In den vergangenen Tagen hatten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) die Bahnsteigplatten erneuert. Nach vielen Jahren des Betriebes waren diese stark abgenutzt. Außerdem hatten sie sich zum Teil in ihrer Lage verschoben oder wurden durch Fahrzeuge, die verkehrswidrig auf den Gleisen fuhren, beschädigt. Die Bauleute mussten deshalb auch einzelne Platten austauschen. Gleichzeitig wurde der Unterbau der Haltestelle begutachtet. Die DVB investierten insgesamt rund 5.000 Euro in die Arbeiten.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 10. Mai 2013


10.05.2013; 23:14:45 [40]


Weiterer Ausbau der Schandauer genehmigt

Die Schandauer Straße kann weiter in Richtung Osten ausgebaut werden. Die Landesdirektion Dresden genehmigte jetzt den Ausbau zwischen Lauensteiner und Schlömilchstraße. Für den 1,3 Kilometer langen Abschnitt bestehe ab sofort Baurecht, so der Sprecher der Landesdirektion, Holm Felber. Die Arbeiten werden jedoch erst im kommenden Jahr beginnen, da derzeit am ersten Abschnitt zwischen Fetscherplatz und Junghansstraße gebaut wird. Im zweiten Abschnitt werden auch die Straßenbahnhaltestellen Altenberger Straße, Ludwig- Hartmann- Straße, Johannisfriedhof und Urnenhain behindertengerecht ausgebaut. Weil die Straße vor dem Programmkino Ost besonders eng sei, werde das Linksabbiegen von der Schandauer in die Altenberger Straße nach dem Ausbau nicht mehr möglich sein, so Felber.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 10. Mai 2013


04.05.2013; 14:41:36 [39]

Automaten müssen umgestellt werden

Seit gestern sind die Euro- Scheine im Umlauf. Doch nicht überall lässt sich damit zahlen.

Sie sind grüner als die alten, haben eine smaragdfarbene Fünf auf ihrer Vorderseite und ein Hologrammband. Wenn die Bundesbank die ersten neuen Fünf- Euro- Scheine in Umlauf bringt, wird das auch in Dresden für überaschte Blicke sorgen. Ärger könnte das an den 145 Ticketautomaten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) geben. Denn obwohl die Scheine bereits seit gestern auf dem Markt sind, erkennen nicht alle Maschinen das neue Geld. Die DVB rät allen Fahrgästen, Münzen oder alte Euro- Scheine dabei zu haben. Der neue Fünfer sei kein Freibrief zum Schwarzfahren.

Dass es an den Automaten zu Problemen mit den Scheinen kommen kann, bestätigt auch die Bundesbank. „Wir können das nicht ausschließen“, sagt Sprecher Claus Brumberg. Es sei unumgänglich, die Banknotenleser der Automaten auszutauschen oder mit neuer Software zu bespielen. „Das liegt in der Verantwortung der Automatenhersteller.“ Sie hätten Zeit gehabt, den neuen Schein vorab zu testen.

Die Verkehrsbetriebe beginnen trotzdem erst jetzt, die Software ihrer Atomaten umzurüsten. Weil sie rund 20 Jahre alt sind, muss jeder einzeln auf den neuesten Stand gebracht werden. 25 bis 30 Minuten dauert das pro Automat. „Am Montag werden über die Hälfte unserer Automaten darauf eingestellt sein, zurzeit sind wir bei 30“, sagt Sprecherin Anja Ehrhardt. In der Innenstadt könne dann mit dem neuen Schein bezahlt werden, in anderen Stadtgebieten könne es Probleme geben. Ende der nächsten Woche soll die Umrüstung abgeschlossen sein.

Ärger könnte es auch auf Parkplätzen und in Tiefgaragen geben. Markus Pfütze, der drei Parkplätze in der Äußeren Neustadt betreibt, kann noch nicht mit Gewissheit sagen, ob die Umstellung klappt. Per Funk sollte die neue Software auf die drei Ticketatomaten gespielt werden. Auch er empfiehlt, zur Sicherheit Münzen oder alte Euro- Scheine einzustecken. Die Deutsche Bahn hingegen sieht keine Probleme. Die Anpassung der Automaten sei mit der Einführung der Scheine abgeschlossen, heißt es. Auch die Ostsächsische Sparkasse verspricht: „Alle 200 Automaten der Ostsächsischen Sparkasse Dresden verfügen über die notwendigen technischen Voraussetzungen und sind für den neuen Fünf- Euro- Geldschein gerüstet.“

Quelle: Sächsische Zeitung vom 03. Mai 2013


02.05.2013; 15:55:31 [38]

Zusammenstoß zweier Stadtbahnen am Bf Neustadt

Zwei Züge der Linie 3 sind gestern kollidiert, einer davon sprang aus dem Gleis. Das zog Probleme im Bahn- und Individualverkehr nach sich.

Drei Fahrgäste sind leicht verletzt worden, als gestern Nachmittag zwei Stadtbahnen der Linie 3 auf der Kreuzung am Schlesischen Platz zusammengestoßen sind. Sie wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die meisten aber sind mit einem Schrecken davongekommen,  als die zwei züge gegen 15:10 kollidierten, aneinander vorbeischrammten und einer schließlich entgleiste. "Wir kennen die Ursache bisher nicht", sagte Falk Lösch, Sprecher der DVB, gestern.

Viele Möglichkeiten kämen in Betracht. So könne es Weichenprobleme gegeben haben, aber auch ein Fremdkörper auf den Schienen oder menschliches Versagen der Fahrer. Auch ein technisches Problem an der Bahn selbst käme infrage. Dazu wurden die beiden betroffenen Bahnen gestern sofort in die Werkstatt nach Gorbitz gebracht, um dort genau untersucht und einer Achsvermessung unterzogen zu werden. Beide Züge hatten vorn links erhebliche Schrammen abbekommen. "Ich rechne mit rund 30.000 Euro Schaden, aber es kann mehr werden, wenn innenliegende Teile betroffen sind", sagte Verkehrsplaner Andreas Hoppe von den DVB, der am Unfallort war. Der Schlesische Platz war von 15:10 Uhr bis 16:45 Uhr voll gesperrt. Die Berufsfeuerwehr hob die entgleiste Bahn mithilfe eines speziellen Wechselladerfahrzeuges wieder in die Schienen. Das dauerte ab 15:30 Uhr genau eine Stunde, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte.

Der Straßenbahnverkehr der Linien 3, 6 und 11 wurde von 15:10 Uhr bis 17.23 Uhr umgeleitet. "Die 6 und die 11 fuhren vom Albertplatz über die Carolabrücke. Die Linie 3 wurde über den Palaisplatz nach Mickten gelenkt, wo sie drehte und weiter zum Wilden Mann fuhr", so Falk Lösch. Es seien auch Ersatzbusse für die Linie 3 eingesetzt worden. Fahrgäste kritisierten, dass der Ausfall nicht überall an den elektronischen Infotafeln angezeigt wurde. Die Weiche am Schlesischen Platz mussten die Straßenbahnfahrer gestern nach dem Unfall per Hand stellen. "Sicher ist sicher", sagte DVB-Planer Hoppe.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 02. Mai 2013


Es war menschliches Versagen; Schaden beläuft sich auf 300.000 Euro: DVB klären Unfall am Neustädter Bahnhof auf

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben die Ursache für den Zusammenstoß zweier Straßenbahnen vor dem Neustädter Bahnhof aufklären können. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Fahrerin der landwärts fahrenden Bahn eine falsch gestellte Weiche missachtet und nicht erneut überprüft habe. Die Weiche war nach links in Richtung Marienbrücke gestellt, hätte jedoch geradeaus gerichtet sein müssen. „Leider hat es die Fahrerin versäumt, den Status der Weiche am Signal und per Augenschein zu kontrollieren“, so die Erklärung. Dazu sei sie jedoch verpflichtet.

Demnach gehe der Unfall auf menschliches Versagen zurück. Am 1. Mai waren zwei Straßenbahnen gegen 15 Uhr auf dem Schlesischen Platz am Neustädter Bahnhof kollidiert. Dabei war ein Wagen entgleist und drei Fahrgäste wurden leichtverletzt. Die Linien 3, 6 und 11 mussten zwei Stunden lang umgeleitet werden. Insgesamt entstand an den Fahrzeugen ein Schaden von rund 300.000 Euro.

Quelle: DNN online vom 02.05.2013


27.04.2013; 19:47:58 [37]

Bus und Bahn fahren wird im November teurer

Vor allem Gelegenheitsfahrer sollen künftig deutlich mehr zahlen. Es gibt mehrere Preistreiber und ein neues Ticket.

Auf Fahrgäste von Bus und Bahn kommt die nächste Preiserhöhung zu: Mit dem Fahrplanwechsel im November sollen Tickets im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) im Schnitt 3,6 Prozent teurer werden. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Stammkunden die Preiserhöhung traf, sind die größten Anhebungen diesmal bei den Tickets der Gelegenheitsfahrer geplant. Das geht aus den Plänen des Verkehrsverbundes Oberelbe hervor, die die Stadt Dresden sowie die Landkreise Meißen, Bautzen und Sächsische Schweiz – Osterzgebirge auf der VVO - Hauptversammlung Mitte Mai beschließen sollen.

Demnach soll die Einzelfahrt von zwei Euro auf 2,20 Euro steigen, ein Plus von zehn Prozent. Die ermäßigte Einzelfahrt wird zehn Cent teurer und soll 1,50 Euro kosten.

Nur mit der Viererkarte kostet eine Stundenfahrt trotz leichter Erhöhung auch künftig weniger als zwei Euro. Die Monatskarte wird in Dresden 4,8 Prozent teurer, die Abo- Monatskarte 3,3 Prozent.

Ein neues Ticket soll die Mitnahme von Fahrrädern erleichtern. Eine Fahrradtageskarte kostet dann in Dresden 2 Euro. Im gesamten Verbundgebiet werden es 3 Euro sein. Wer eine Monats- oder Jahreskarte hat, darf das Fahrrad weiterhin kostenlos mitnehmen.

Der VVO führt in dem Papier gleich mehrere Gründe für die Preiserhöhung an. Demnach wirkt sich die Kürzung des Freistaats bei der Schülerbeförderung massiv auf die Einnahmen aus. Die Verkehrsunternehmen müssen in diesem Jahr 2,3 Millionen Euro Ausfälle kompensieren.

Die Kürzungen der Landeszuschüsse durch die CDU- FDP- Regierung beim Kauf neuer Busse trifft die Unternehmen zusätzlich. Dazu kommt die Tariferhöhung im Öffentlichen Dienst von 6,3 Prozent in den nächsten zwei Jahren. Auch Strom-, Kraftstoff- und Materialkosten führen die Verkehrsunternehmen als steigende Belastung an. Werden die neuen Preise so beschlossen, gelten sie ab November.


Fahrschein bisher neu
Einzelfahrt 2,00 2,20
ermäßigt 1,40 1,50
Vierer- Karte 7,50 7,80
ermäßigt 4,80 5,00
Monatskarte 52,50 55,00
ermäßigt 39,50 41,50
Abo- Monatskarte 46,00 47,50
ermäßigt 34,50 35,50
Jahreskarte 520,00 541,00
ermäßigt 390,00 406,00
Familientageskarte 8,00 8,50
Fahrrad- Tageskarte -,-- 2,00

Quelle: Sächsische Zeitung vom 27. / 28. April 2013


27.04.2013; 14:10:58 [36]

DVB testet weiteren langen Bus

Die Dresdner Verkehrsbetriebe testen einen weiteren Bus mit Überlänge. Er ist seit gestern bis zum 20. Mai im SEV der Straßenbahnlinie 11 sowie auf der Buslinie 61 unterwegs. (Gesehen wurde er gestern auf Linie 62; Anmerkung stena). Der Wagen ist mit 18,75 Metern rund einen Meter länger als die üblichen DVB-Busse und mit mit mehr Sitzen ausgestattet. Ein Kauf solcher oder ähnlich langer Busse sei durchaus denkbar, hieß es. Sie würden helfen, die Platzprobleme im Berufsverkehr zu lösen. Die DVB setzen aber langfristig auf neue Straßenbahnverbindungen. Die Busse kosten 320.000 Euro und damit 20.000 Euro mehr als ein Standard-Gelenkbus. Im März wurde schon ein CapaCity-Bus getestet.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 26. April 2013


18.04.2013; 17:37:47 [35]

Gleise am Ullersdorfer Platz in Bühlau werden erneuert

Verwirrspiel beim Umsteigen in die Linie 61. Doch Bauarbeiten dauern nur zwei Wochen.

Seit Montag wird in der Gleisschleife am Ullersdorfer Platz gebaut. Ein Teil der Fläche ist mit Warnbändern abgesperrt. Gestern rollten die Bagger an. „Wir bauen auf rund 30 Metern die verschlissenen Gleise aus“, sagt Falk Lösch, der Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Betroffen ist der Bereich von der Einfahrt Bautzner Landstraße in die Gleisschleife. Da derzeit keine Bahnen nach Bühlau fahren, sei dies ein sehr geeigneter Zeitpunkt für die Arbeiten.

Die neuen Schienen werden auf ein Schotterbett montiert“, sagt der DVB- Sprecher. Um mehr Platz für einfahrende Busse in der stark frequentierten Gleisschleife zu schaffen, würde das neue Schotterbett jedoch bis zum Ende des Jahres mit Platten abgedeckt. So könnten auch Busse problemlos darüberfahren. „Am 30. April sollen die Arbeiten beendet sein“, sagt Lösch.

So lange müssen sich die Nutzer der Ersatzbusse für die Linie 11 und der Buslinie 61 auf teilweise veränderte Abfahrtsorte einstellen. „ Die aus der Stadt kommenden Ersatzbusse der 11 halten an der bisherigen Haltestelle der Buslinie 261 auf der Bautzner Landstraße“, sagt Lösch. Die Abfahrt in Richtung Stadt bleibt wie gehabt in der Gleisschleife. Dagegen halten die durchgängigen Busse der 61 in Richtung Weißig und Fernsehturm ebenfalls an der Bautzner Landstraße. Lediglich die Pendelbusse aus und nach Weißig fahren in die Gleisschleife. „Weil das etwas verwirrend ist, haben wir die Abfahrtszeiten und -orte auf großen Hinweistafeln an der Haltestelle Bautzner Landstraße angebracht“, so der DVB- Sprecher. Unbeeinflusst von den Bauarbeiten bleiben die Müllerbus- Linien und die Linie 84 in der Gleisschleife Ullersdorfer Platz.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 17. April 2013


18.04.2013; 17:35:49 [34]

Mit der Fahrkarte Auto fahren

Kunden der Verkehrsbetriebe sollen künftig billiger Auto und Fahrrad fahren. Ein Projekt könnte nächstes Jahr starten.


Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wollen durch Kooperationen mit Carsharing- Unternehmen und Fahrradverleihern weitere Kunden gewinnen. „Unser großes Ziel ist die Mobilitätskarte“, sagt der Marketingchef der DVB, Jan Bleis. Das heißt: Mit einem Ticket und einem Tarif könnten nicht nur Bus und Straßenbahnen genutzt werden, sondern beispielsweise auch Fahrräder und Autos ausgeliehen werden. Mit den Zusatzangeboten soll der Nahverkehr so attraktiv werden, dass immer mehr Menschen ihr Auto stehen lassen.

Anfang April hatte das Verkehrsunternehmen eine Zusammenarbeit mit dem Carsharing- Anbieter Teilauto verkündet. Seitdem können sich Carsharing- Interessenten auch in drei DVB- Servicepunkten informieren und anmelden. Besitzer einer DVB- Jahreskarte, eines Jobtickets oder einer Abo- Monatskarte können die Autos zudem zu niedrigeren Preisen nutzen. Wie die DVB nun mitteilen, sei geplant, dass die Abo- Chipkarte, die 2014 schrittweise das Papierticket ersetzen soll, als Identitätsnachweis und eine Art Schlüssel für die Fahrzeuge von Teilauto funktioniert.

Darüber hinaus sind die Verkehrsbetriebe an Kooperationen mit Fahrradverleihern interessiert. Laut Bleis seihen Verleihstationen an den Endhaltestellen der Straßenbahn- und Buslinien am sinnvollsten. Dresdner, die am Stadtrand wohnen, könnten von und zur Haltestelle mit dem Rad fahren. Die DVB prüfen derzeit, ob sich ein solches Angebot einführen lässt.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 15. April 2013


17.04.2013; 12:03:27 [33]

Fährt die Straßenbahn bald mehr ins Umland?

Fast 86.000 Pendler kommen täglich zum Arbeiten nach Dresden. Künftig könnten sie schneller unterwegs sein.

In Weixdorf muss nicht Schluss sein. Von Pennrich im Westen fährt die Straßenbahnlinie 7 im Moment bis in den Norden. Dort macht sie kehrt. Noch. Möglicherweise rollt die Bahn künftig noch gut sieben Kilometer weiter durch die Nachbargemeinde Ottendorf-Okrilla. Viele Pendler sind zwischen beiden Orten unterwegs - ein Potenzial an Fahrgästen, das die Dresdner Verkehrsbetriebe nutzen wollen. Ottendorf ist dabei nicht die einzige Kommune im Umland, die für die Anbieter von Bus und Bahn attraktiver wird.. Auch Freital und Meißen wecken ihr Interesse. Gleich an mehreren neuen Strecken wird momentan geplant.

Dass sich ein besseres Angebot in Richtung Umland lohnen würde, sieht derzeit auch der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), der den Nahverkehr in und um dresden organisiert.. Die Planer dort verlassen sich auf Zahlen und Statistiken. Sie zeigen ihnen, wie sich Einwohnerzahlen entwickeln, wie viele Fahrgäste es in Bussen und Bahnen gibt und wie die Pendler tagtäglich unterwegs sind. "Wir beobachten derzeit, dass mehr Menschen ins Umland ziehen", sagt Sprecher Christian Schlemper. Günstigere Mieten und bezahlbare Preise für Baugrundstücke würden das Wohnen dort für viele Dresdner zur Alternative machen.

Die Pendlerströme nach Dresden nehmen auch dadurch zu. Im ersten Halbjahr 2012 kamen täglich 1.900 Fahrgäste mehr am Hauptbahnhof an als noch im Jahr davor. 8.750 Menschen fahren jeden Tag aus Radeberg und Ostsachsen nach Dresden. Auch die S-Bahn aus der Sächsischen Schweiz, die an Werktagen gut 6.500 Pendler nutzen, hat vier Prozent Zuwachs. Ähnlich sieht es auch auf anderen Strecken aus, nur die Zahlen aus Meißen bleiben derzeit gleich. Gut 11.000 Pendler täglich kommen von dort. "Das hat aber mit den Bauarbeiten zu tun", so Schlemper. Sind die überstanden, soll aller 15 Minuten ein zug kommen. "Wir rechnen damit, dass dann noch mehr Leute mitfahren."

Freital für DVB immer wichtiger

In den Zügen zwischen Ottendorf-Okrilla und Dresden-Neustadt sitzen schon jetzt jeden Tag 1.100 Menschen. Auch deshalb läßt der VVO nun untersuchen, ob in Zukunft weiterhin der Zug oder doch die Straßenbahn auf der Strecke rollen soll. "Fakt ist, dass der bisherige Ein-Stunden-Takt der Bahn dem großen Andrang in beide Richtungen nicht gerecht wird", erklärt Holger Dehnert, Leiter der Abteilung Verkehr des VVO. Durch die Verlängerung der Linie 7 und die Einrichtung von neuen Haltestellen könnten letztlich sogar noch mehr Fahrgäste gewonnen werden. Nach den derzeitigen Plänen sollen die Gleise für die Straßenbahn ab Weixdorf direkt anstelle der Eisenbahnschienen in richtung Königsbrück verlegt werden. "Diese Umstellung ist mit hohen Kosten verbunden." Falls die Prüfung pro Bahn ausfällt, bleibt die Frage, wann sie wirklich kommt. Noch nutzt die Städtebahn Sachesen die Strecke. Ihr Vertrag läuft noch bis 2024.

Konkreter sehen die Pläne momentan für eine bessere Verbindung nach Freital aus. Binnen eines Jahres, so DVB-Sprecher Falk Lösch, soll die Buslinie 66 erweitert werden. Sie fährt derzeit zwischen Lockwitz und Gittersee. Künftig könnten Fahrgäste mit diesem Bus ohne Umsteigen auch bis nach Freital kommen. "Die Anbindung von Kleinnaundorf und Freital ist für uns sehr wichtig, dort sehen wir Potenzial." Noch wird ein Partner für die Strecke gesucht, denn als hundertprozentige Tochter der Stadt fahren die Verkehrsbetriebe nur bis an die Grenze Dresdens. "Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit dem Regionalverkehr (RVD). Das klappt in andere Richtungen schon sehr gut." Nachgedacht wird bei den DVB auch über eine Fortführung der Verbindung über Klotzsche hinaus. Nachbarorte könnten aber nur angeschlossen werden, wenn die Kommunen und Landkreise Geld für solch eine Linie beisteuern. "Wir sind nur für das Gebiet der Landeshauptstadt zuständig. Für alles andere müssten Leistungen bei uns bestellt werden", erklärt Lösch. Das sei letzlich also auch eine politische Entscheidung.

Diese Diskussionen auf politischer Ebene kennt Dohnas Bürgermeister Ralf Müller (CDU) nur zu gut. Er ist Sprecher der Erlebnisregion Dresden, in der sich Dresden und die Umlandkommunen zusammengeschlossen haben. Müller würde es begrüßen, wenn seine Bürger besser mit Bus und Bahn in die Landeshauptstadt kämen. Er verweist auf deutliche Zahlen: Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit aus dem vergangenen Jahr pendeln fast 86.000 Beschäftigte zum Arbeiten nach Dresden, 47.500 Dresdner verlassen ihre Stadt täglich für den Job. "Der Bedarf wäre also durchaus da." Dass der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, zu dem Dohna gehört, solche Bestrebungen aber finanziell unterstützt, sieht Müller in den Zeiten knapper Kassen nicht. "Wir haben momentan eher damit zu kämpfen, dass uns Linien gestrichen werden."

Zumindest die Straßenbahnlinie nach Ottendorf-Okrilla ist im Kreis Bautzen aufjeden Fall politisch gewollt. Landrat Michael Harig (CDU) hat sich schon mehrfach dafür ausgesprochen. "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Gemeinde mit ihren über 6.000 Arbeitsplätzen an das Straßenbahnnetz der Dresdner Verkehrsbetriebe bekommen." Schließlich würde Ottendorg-Okrilla damit auch näher an die Landeshauptstadt rücken.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 16. April 2013


17.04.2013; 11:37:39 [32]

Straßenbahnhaltestelle durch Feuerwehrauto beschädigt

Foto: stena 17.04.2013

Ein Teil der stadtwärtigen Straßenbahnhaltestelle am Bahnhof Neustadt (Linien 3, 6, 11) ist seit Dienstag (15. April) abgesperrt. Grund dafür sind starke Beschädigungen an den Bahnsteigrandplatten der Wartezone, teilte der Sprecher der DVB, Falk Lösch, mit. Diese habe vermutlich ein Feuerwehrfahrzeug am Sonntagabend bei einem Einsatz verursacht. Der Feuerwehrmann wollte zwischen Bahnsteigkante und stehender Bahn durch die Haltestelle fahren. Mit der linken Fahrzeugseite fuhr er auf den Bahnsteig Richtung Albertplatz und beschädigte diesen auf 30 bis 40 Metern Länge. Erste grobe Schätzungen gehen von einem Schaden von mindestens 20.000 bis 30.000 Euro aus.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 16. April 2013


15.04.2013; 14:57:05 [31]

Schwarzfahren soll teuerer werden

Die Verkehrsminister der Länder haben sich für eine Erhöhung der Strafzahlung fürs Schwarzfahren von 40 auf 60 Euro ausgesprochen. „Diese Entscheidung ist überfällig, denn der bisherige Betrag von 40 Euro gilt seit über zehn Jahren und schreckt vor allem die notorischen Schwarzfahrer kaum noch ab“, so Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Den deutschen Nahverkehrsunternehmen entgehen durch Schwarzfahrer pro Jahr rund 250 Millionen Euro an Fahrgeldeinnahmen. Hinzu kommen jährliche Kosten von 100 Millionen Euro fürs Kontrollpersonal. Doch die Strafzahlung fürs Schwarzfahren, das so genannte Erhöhte Beförderungsentgelt (EBE), ist letztmalig zum Anfang des Jahres 2003 von 30 auf 40 Euro erhöht worden. „Das sind gerade mal 16 Fahrten mit Bus und Bahn innerhalb einer Stadt. 40 Euro schrecken kaum ab, sondern rechnen sich unter Umständen sogar. Deshalb ist der heutige Beschluss der Länderverkehrsminister ein sinnvoller und notwendiger Schritt. Jetzt muss das Bundesverkehrsministerium zügig die Rechtsverordnungen ändern“, so Wolff.

Änderung des EBE erfolgt durchs Bundesverkehrsministerium Die Höhe des EBE ist bundesweit einheitlich in zwei Rechtsverordnungen des Bundes geregelt. Um das EBE von 40 auf 60 Euro zu erhöhen, muss das Bundesverkehrsministerium diese Verordnungen mit Zustimmung des Bundesrates ändern. Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte dem VDV schon vor Monaten mitgeteilt, dass er bei einem entsprechenden Signal aus denLändern bereit sei, das EBE anzupassen. „Durch das Votum der Länderverkehrsminister ist das geforderte Signal nun da, es gibt also keinen Grund länger zu warten“, sagt Wolff.

Zunächst keine weitere Erhöhung bei Wiederholungstätern
Mit dem Beschluss zur Erhöhung auf 60 Euro folgen die Länderverkehrsminister einem zentralen Anliegen des VDV. Allerdings fordert der Verband auch einen Anstieg der Strafzahlung auf bis zu 120 Euro für Wiederholungstäter. „Vor allem die unverbesserlichen Schwarzfahrer sollen dadurch abgeschreckt werden“, erklärt Wolff. Diesem Teil der VDV-Forderung folgten die Länder in ihrem heutigen Beschluss jedoch nicht. „Trotzdem, die beschlossene Erhöhung auf 60 Euro ist ein Teilerfolg für unsere Branche und alle ehrlichen Fahrgäste“, so Wolff abschließend.

Quelle: themenportal.de vom 11.04.2013


09.04.2013; 17:33:26 [30]

Servicezentrum "Käseglocke" schließt am 13. April 2013

Der Servicepunkt „Käseglocke“ am Postplatz schließt am 13. April 2013. Die DVB hat die "Käseglocke" seit dem 30.06.1994 als zentralen Anlaufpunkt für die Kunden genutzt. Das sich darin befindliche "DVB-Ausbildungsprojekt“ befindet sich ab dem 15. April 2013 im Servicepunkt Pirnaischer Platz. Jeweils Montag bis Samstag und in der Zeit von 09.00 bis 17.00 Uhr werden Sie hier fachkundig beraten. Unter der Aufsicht einer erfahrenen Servicekraft geben jeweils zwei Azubis der Lehrberufe Fachkraft im Fahrbetrieb oder Kaufmann/Kauffrau für Verkehrsservice Auskünfte rund um das Thema Nahverkehr und informieren Sie zu Tarif- und Fahrplanfragen sowie Stadtrundfahrten. Selbstverständlich stehen die anderen fünf Serviceeinrichtungen, Kundenzentrum am Postplatz, Prager Straße, Albertplatz, Hauptbahnhof und im Verwaltungsgebäude auf der Trachenberger Straße, weiterhin zur Verfügung!

Quelle: DVB AG


09.04.2013; 17:30:15 [29]

Umgestaltung und bessere Sicherung der Haltestelle "Walpurgisstraße"

Am Freitag, dem 5. April 2013, ging in den späten Nachmittagsstunden an der Haltestelle „Walpurgisstraße“ im Zuge der St. Petersburger Straße eine neue Sicherungsanlage für den Übergang der Fußgänger und Fahrgäste in Betrieb. Dieser Bahnübergang wurde nach den höchsten Standards der Verkehrssicherheit aufgerüstet.
Der Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Georgplatz ist mit fünf Linien im Zehn-Minuten-Takt der am höchsten frequentierte im ganzen Straßenbahnnetz der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Im Durchschnitt passiert dort in jeder Minute eine Bahn. In den Vorjahren bis 2011 kam es hier zu mehreren schweren Unfällen zwischen Straßenbahnen und Fußgängern, obwohl der Überweg auch damals schon mit einer Signalanlage gesichert war und diese auch nachgewiesenen einwandfrei funktionierte. Dennoch hatten die Passanten offenbar das Rotlicht und die herannahende Bahn übersehen. Nunmehr wurde der Überweg baulich so angelegt, dass er in einer „Z-Form“ über die Gleise geführt wird und Fußgänger damit stets in Richtung der ankommenden Bahn blicken. Die Signalschaltung erhielt eine optimierte Steuerung. Unnötig lange Rotschaltungen, die noch sperrten wenn die Bahn das Areal längst verlassen hatte, entfallen nun. Das kommt auch den Autofahrern an der benachbarten Überfahrt am „Kristallpalast“ zugute. Außerdem ertönt ab sofort zusätzlich zum Rot für Fußgänger ein akustischer Gong, wie man ihn bereits von Bahnübergängen bei der Eisenbahn kennt. Trotz der neuen Sicherung durch die modifizierten Licht- und Tonzeichen darf dennoch nicht vergessen werden, dass die Straßen- oder Eisenbahnen an jedem Bahnübergang laut Straßenverkehrsordnung auch ohne ein rotes Lichtzeichen immer Vorrang vor Fußgängern und anderen Fahrzeugen haben.

Quelle: DVB AG


06.04.2013; 12:46:53 [28]

Nächster Akt im Fall "Anwohner klagen gegen Gleisbau Bautzner Straße

Die Bürgerinitiative gegen den breiten Gleisbau an der Bautzner Landstraße (BI) will jetzt Klage gegen die Genehmigung des Bauvorhabens einreichen. „Unser Rechtsanwalt arbeitet bereits an der Klageschrift“, sagt Tobias Päperer von der BI. Nach seiner Auffassung habe die Landesdirektion nur die Argumente der Verkehrsbetriebe gelten lassen, wonach es keine Beeinträchtigungen der Anwohner durch die 50 Zentimeter auseinandergerückten Gleise gebe. „Aber wir befürchten durch den entstehenden Stau hinter den Straßenbahnen weitaus stärkere Lärm- und Abgasbelastung, als wir sie jetzt schon haben“, sagt Päperer. Er sei enttäuscht, dass die Verkehrsbetriebe von der Landesdirektion nicht noch mehr Prüfaufträge bekommen haben. „Aber das lassen wir jetzt auf gerichtlichem Weg klären“, so Päperer.

Die FDP- Stadtratsfraktion, die im Vorfeld dafür geworben hatte, die Gleise im Bestand auszubauen, sieht politisch keine weitere Möglichkeit, den breiten Gleisbau zu stoppen. „Der Stadtrat hat sich zweimal für das Projekt des neuen Schienenabstandes ausgesprochen“, sagt Fraktionsgeschäftsführer Steffen Hintze.

Die Verkehrsbetriebe wollen die Gleise um rund 50 Zentimeter auseinanderrücken, damit später darauf die breiteren Stadtbahnwagen fahren können. Diese bieten mehr Sitzplätze und Komfort und sollen ab 2020 eingekauft werden.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05. April 2013


06.04.2013; 12:45:53 [27]

Baubeginn der Zentralhaltestelle Tharandter Straße erst 2015?

Die erste detaillierte Planung für den Bau der Zentralhaltestelle an der Kesselsdorfer Straße ist abgeschlossen. Der Stadtrat könnte noch bis zum Sommer darüber abstimmen. Das geht aus einer Mitteilung von Baubürgermeister Jörn Marx an die Fraktionen des Stadtrates hervor. Der Bau des autofreien Boulevards könnte damit 2015 beginnen, sagt Rathaussprecherin Anke Hoffmann. Grundlage der Planungen ist die sogenannte Boulevardvariante. Weil am Tag mehr als 23.000 Fahrgäste an dem Verkehrsknoten umsteigen und es immer wieder auch tödliche Unfälle gibt, soll eine sichere Zentralhaltestelle entstehen. Dadurch wird ein 150 Meter langer Abschnitt zwischen Tharandter Straße und Gröbelstraße für Autos gesperrt. Die Autos sollen dann über die Wernerstraße und die Reisewitzer Straße fahren.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05. April 2013


06.04.2013; 12:45:18 [26]

Darmstädter CapaCity: Getestet und für gut befunden

Die Verkehrsbetriebe halten die überlangen Busse für eine gute Übergangslösung. Bahnen könnten sie aber nicht ersetzen.

Nach etwa dreiwöchigem Test einer überlangen Gelenkbusses vom Typ „CapaCity“ ziehen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) eine positive Bilianz. Der Bus kam auf der Linie 62 sowie im Ersatzverkehr für die Straßenbahnen 11, 4 und 10 zum Einsatz. Die XXL- Busse könnten „durchaus Nachfragespitzen im Schüler- und Berufsverkehr entschärfen“, so DVB- Sprecher Falk Lösch. Fahrgäste lobten demnach das größere Platzangebot. In einem Auslastungstest hatten in dem rund 20 Meter langen Bus 163 Menschen Platz gefunden, sonst ist bei 129 Schluss. Den Ankauf solcher oder ähnlicher Busse könnten sich die DVB durchaus vorstellen. Ein normaler Gelenkbus kostet etwa 300.000 Euro, die überlange Variante bis zu 75.000 Euro mehr.

Die Mega- Busse seien allerdings kein Ersatz für stark genutzte und teilweise überlastete Buslinien wie die 61. „Hier kann auf Dauer nur die Stadtbahn entlastung schaffen“, so Lösch. Mit fast doppelter Kapazität der 45- Meter- Wagen böten die Bahnen mehr Komfort, einen schnelleren Fahrgastwechsel und sie seien insgesamt leistungsfähiger.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05. April 2013


05.04.2013; 18:46:00 [25]

Mit Sicherheit unterwegs

Gewalttaten in Bussen und Bahnen sind relativ selten. Die Polizei gibt Tipps, wie jeder helfen und sich schützen kann.

Angreifern genügt oft schon ein vermeintlich scharfer Blick, eine optisch aufällige Aufmerksamkeit, oder ein im Vorbeigehen auffälliges Wort. Häufig sind die Täter betrunken. Pöbeln, Rempeln Drohen, Zuschlagen. So beschreibt Dresdens Polizeisprecher Thomas Geithner typische Abläufe bei Gewalttaten wie Körperverletzung oder räuberische Erpressung. Das passiert an vielen Orten, so auch hin und wieder in Dresdens Bussen und Straßennbahnen. „Oft ist der Ort zufällig und die öffentlichen Verkehrsmittel sind für diese Straftaten für uns kein Schwerpunkt.“ Im Gegenteil: „Bahnen und Busse sind eher besonders sichere Orte, weil sie auch nachts gut beleuchtet sind und Fahrgäste nur ganz selten allein im Fahrzeug sind.“ Die meisten Taten ereigneten sich in den späten Abend- oder Nachtstunden.

Die Kriminalstatistik untermauert die Einschätzung mit Zahlen: Auf 152 Millionen Fahrgäste im vergangenen Jahr kommen 95 Fälle von Körperverletzung und 10 Raubüberfälle. Während die Zahl der Fahrgäste seit Jahren kräftig steigt, stagnieren die Fallzahlen oder sind sogar leicht rückläufig (siehe Tabelle).

Dennoch sei jeder einzelne Fall für die Opfer ein schwerwiegender, sagt Thomas Geithner. „Ein direkter Angriff gegen den Körper können die Betroffenen immer viel schwerer verkraften, als eine eingeschlagene Scheibe am Auto zu entdecken.“

Anders als den Einbruch im Auto lassen sich die Straftaten in Bus und Bahn gut aufklären. „Die Videoüberwachung hält die oft alkoholisierten Täter nicht von der Tat ab, denn sie sind sich der Kameras im Moment ihrer Aggression häufig nicht bewusst“, erklärt der Polizeisprecher. Aber die Bilder helfen beim Finden der Täter. Dazu muss der Fall aber innerhalb von 24 Stunden der Polizei bekannt werden,damit die Aufnahmen nicht gelöscht werden. Dann wird das Material gesichert und ausgewertet. Eine automatische Sichtung der Aufnahmen gibt es nicht, erklärt der Sprecher der Verkehrsbetriebe, Falk Lösch.

Wir schauen niemandem beim Küssen zu.“ Die Qualität der Aufnahmen sei allerdings bestens, sagt Thomas Geithner von der Polizei. Deshalb seien die Bilder eine gute Hilfe bei der Aufklärung und werden wenn nötig in der öffentlichen Fahndung eingesetzt. Das sei bei diesen Delikten besonders sinnvoll, da die Täter oft aus der Stadt oder der Region stammen und es deshalb wahrscheinlich sei, dass die Personen auf in Medien veröffentlichten Bildern wiedererkannt werden.

Noch besser sei es, die Täter noch auf frischer Tat zu stellen, sagt Geithner. Er ruft Beobachter solcher Auseinandersetzungen zu Aufmerksamkeit auf. Sie könnten dem Fahrer Bescheid sagen, der sehr schnell die Polizei über die Leitstelle der Verkehrsbetriebe rufen kann. Zeugen sollten sich möglichst viele Details des Angreifers merken, rät Geithner. So können Angaben zum Dialekt, zu optischen Besonderheiten wie Piercings oder Tattoos oder auffälliger Kleidung helfen. Da Täter nicht ohne Weiteres flüchten können, wenn das Fahrzeug fährt, bleibe für detailierte Beobachtungen einige Zeit.

Opfer sollten in jedem Fall auf sich aufmerksam machen, etwa durch lautes Sprechen und Um- Hilfe- Rufen, empfiehlt der Polizeisprecher. Beim aktiven Eingreifen von Fahrgästen sei allerdings Vorsicht geboten. „Die eigene Sicherheit hat immer Vorrang. Die Regel lautet: Lieber Hilfe holen als selbst einzugreifen, damit es hinterher nicht zwei Opfer gibt.“ Es helfe auch, per Handy die Polizei zu rufen oder, wenn gefahrlos möglich, Fotos oder Videos vom Täter zu machen.

DVB- Sprecher Falk Lösch weist auf weitere Möglichkeiten hin. So gebe es in den Fahrzeugen Wechselsprechanlagen, um mit dem Fahrer in Kontakt zu treten, der gerade in langen Bahnen nicht jeden Vorfall sofort mitbekommt. Zur hohen Sicherheit in Bussen und Bahnen tragen auch Wachdienste bei, die abends und nachts mitfahren und bei Veranstaltungen und am Wochenende verstärkt im Einsatz sind. Ziel sei immer die Deeskalation, damit es gar nicht erst zur Tat kommt.

Straftaten in Bus und Bahn


Jahr

Fahrgäste

in Mio

Beleidigung & Verleumdung Körperverletzung      Raub u. räuberische Erpressung


Fälle/ aufgeklärt Fälle/ aufgeklärt Fälle/ aufgeklärt
2008 144,5 8/8 106/64 7/3
2009 144,7 16/13 74/48 10/5
2010 148,3 29/19 87/57 4/3
2011 151,7 37/28 81/56 9/8
2012 152* 24/12 95/60 10/5

*vorläufige Angabe DVB

Quelle: Sächsische Zeitung vom 02. April 2013


04.04.2013; 15:11:21 [24]

Gleisbau nach Bühlau verlängert sich um drei Monate

Auf der Bautzner Landstraße starten die Arbeiten erst Mitte Mai. Die DVB plant deshalb verschiedene Möglichkeiten für den SEV.

Der Streit um den breiteren Gleisausbau auf der Bautzner Landstraße hat Zeit gekostet. Statt wie geplant Anfang Februar, können die Arbeiten zwischen Grund- und Elisabethstraße jetzt erst in der zweiten Maihälfte starten, wie Verkehrsbetriebechef Reiner Zieschank informiert. "Leider ist unsere Terminkette geplatzt. Wir müssen zunächst die Vergabe dr Bauleistungen regeln, damit alles seine Ordnung hat", sagt Zieschank. Generell sei er sehr froh, dass die Landesdirektion den Gleisbau wie vorgesehen genehmigt habe. "Sonst hättten wir nicht gebaut", sagt der DVB-Chef. "Wir hätten nicht das Geld sinnlos aus dem Fenster geschmissen und schmalere Schienenabstände akzeptiert. Wir investieren nur in zukunftsweisende Projekte", so Zieschank.

Die drei Monate Bauverzug führen jetzt dazu, dass der Schienenersatzverkehr länger fahren muss. Denn das Bühlauer Teilstück wird erst Ende November fertig. "Eigentlich wollten wir ja Ende August mit allen drei Bauabschnitten in der Neustadt, zwischen den Schlössern und der Mordgrundbrücke sowie in Bühlau fertig sein", so Tieschank. Nun überlegen die Verantwortlichen bei den Verkehrsbetrieben, die Straßenbahnen der Linie 11 ab September entweder bis zum Waldschlößchen fahren zu lassen, wo es eine weiche gibt, um die Spur zu wechseln.

Eine zweite Möglichkeit wäre, mit Zweirichtungsbahnen bis zum Weißen Hirsch zu fahren und von dort wieder zurück", so der DVB-Chef. Das müsse jetzt sorgfältig abgewogen werden, auch aus finanzieller Sicht. "Wir haben möglicherweise nicht so viele Wagen, die in zwei Richtungen fahren können. Zudem kostet uns der Busersatzverkehr, der parallel vom Ullersdorfer Platz bis zu einer der Umsteigepunkte weiterlaufen muss, natürlich zusätzlich Geld", sagt Zieschank. Generell wollen die Verkehrsbetriebe erreichen, dass die Linie 11 zum Weihnachtsverkehr ab Dezember wieder durchgehend fährt.

Ende dieser oder Anfang kommender Woche starten die Gleisbauarbeiten am Abschnitt von der Haltestelle Elbschlösser bis zur Mordgrundbrücke. Vorbereitende Arbeiten sind bereits in den letzten Tagen erledigt worden. "Wir bauen hier ebenfalls die alten Gleise aus und stellen einen völlig neuen Untergrund her", sagt DVB-Sprecher Falk Lösch. "Damit die neuen Gleise länger halten, werden feste Fahrbahnen betoniert, auf denen die Gleise schwebend montiert werden. Das ist so beständig, dass auch Fahrzeuge mit großer Tonnage problemlos drüberfahren können", so Lösch. Weil mittig auf dem bestehenden Gleisraum gearbeitet werde, könne der Verkehr auf der Bautzner Straße rechts und links vorbeifließen. Nur kurzzeitig müssten Baufahrzeuge ein- und ausfahren.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 04. April 2013


31.03.2013; 17:31:19 [23]

2,3 Millionen Euro für die DVB AG

Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok hat heute einen Förderbescheid über rund 2,3 Millionen Euro an Reiner Zieschank, Vorstand der DVB AG (Dresdner Verkehrsbetriebe) übergeben. Zur Verbesserung der Verkehrssteuerung.

Die DVB AG erhält Förderbescheid über 2,3 Millionen Euro.
Die Fördermittel fließen in den Ausbau der städtischen Nord-Süd-Verbindung. Insbesondere werden mit dem Geld die Lichtsignalanlagen an 24 Knotenpunkten zwischen Nürnberger Platz (Dresden-Plauen) und Karl-Marx-Straße/Königsbrücker Straße (Dresden-Klotzsche) umgerüstet.
„Die modernen Lichtsignalanlagen tragen erheblich zu einer Verbesserung der Verkehrssteuerung bei. Sie sorgen dafür, dass die Fahrer der Straßenbahnen per Funk genau die Geschwindigkeit übermittelt bekommen, mit der sie fahren müssen, um an der Ampel freie Fahrt zu haben. Zudem ermöglichen sie die Übertragung von Information über Anschlussmöglichkeiten in Echtzeit. Das trägt zu einem leistungsfähigen und kundenfreundlichen ÖPNV bei“, betonte Staatsminister Sven Morlok bei der Übergabe  des Förderbescheids. Gleichzeitig profitiert auch der  PKW-Verkehr durch geringere Behinderungszeiten von dieser intelligenten Verkehrssteuerung. Entwickelt wurde die neue Technik an dem von Herrn Prof. Krimmling geleiteten Lehrstuhl für Verkehrsleitsysteme und
Verkehrsprozessautomatisierung der TU Dresden.
Die Maßnahme zur Optimierung der Verkehrssteuerung der städtischen Nord-Süd-Verbindung war vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bereits vorfristig im August 2011 bewilligt worden. Erste Arbeiten im Bereich Nürnberger Platz – Reichenbachstraße sind bereits erfolgt. Die Gesamtkosten für die Ausbaumaßnahmen belaufen sich auf insgesamt 3,3 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen finanziert davon 2,3 Millionen Euro. Das entspricht 70 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten. Die Mittel werden vom Freistaat Sachsen im Rahmen der EFRE-Förderung zur Verfügung gestellt.

Quelle: Homepage von "Dresden-Fernsehen vom 26. März 2013 (Deren Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)


22.03.2013; 00:07:19 [22]

Bekommt nun Plauen doch eine Straßenbahn

Die Verkehrsbetriebe haben das Projekt jetzt den Anwohnern vorgestellt. Die fragen sich, wo die Schienen verlaufen sollen.

Verkehrsplaner Andreas Hoppe ist sich sicher: Plauen braucht eine Straßenbahn. „Schon jetzt sind die Fahrgastzahlen in der Buslinie 62 straßenbahnwürdig“, sagt der Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Und künftig werden noch mehr Menschen auf der Verbindung zwischen Johannstadt und Plauen erwartet. Die Zahlen dafür hat Andreas Hoppe jetzt in Plauen bei einer Bürgerversammlung vorgestellt. Mit der neuen 8,3 Kilometer langen Trasse von der Johannstadt über das Zentrum, Budapester und Chemnitzer Straße sollen 15.000 Anwohner und 14.000 Arbeitsplätze erreicht werden. 2.300 Fahrgäste mehr könnten die DVB pro Tag auf der Strecke transportieren. Dazu würden 1.700 Fahrten mit dem Auto an normalen Werktagen wegfallen, wenn die Fahrer in die Bahn umsteigen. Das schont die Umwelt.

Doch bis tatsächlich Straßenbahnen durch Plauen fahren, ist noch eine große Hürde zu nehmen. Denn das Land will für das 93- Millionen- Euro- Projekt derzeit keine Zuschüsse zahlen. Davon hängt aber die Förderung vom Bund ab. Insgesamt betrifft das rund zwei Drittel der Gesamtkosten. Und selbst wenn jetzt sofort ein Okay für das Geld von Bund und Land kommen würde, haben Stadt und DVB bis 2020 andere Projekte beschlossen und für die Plauener Linie kein Geld eingeplant. Und noch etwas trübt den Wunsch nach der Straßenbahn in Plauen. Das Interesse der Einwohner ist zwar groß. Fragen und Skepsis gibt es zwar trotzdem.

Wie passen die Straßenbahnschienen auf die Chemnitzer Straße?

Auf der Chemnitzer Straße sollen sich Bahnen und Autos die Fahrbahn teilen. Das gefällt den Anwohnern aber nicht. „Schon jetzt staut sich der Verkehr“, sagt einer der Betroffenen. Teilweise kommen die Fahrzeuge zwischen Nürnberger Straße und Rathaus Plauen nur im Schneckentempo voran. An den Haltestellen ist kein Vorbeikommen an den Bussen. „Die Situation wird sich mit den Bahnen verbessern“, sagt Andreas Hoppe. Zwar sind die länger. Weil aber mehr Passagiere damit fahren können, werden pro Stunde weniger Bahnen eingesetzt. Statt wie die Busse jetzt im Sieben- Minuten- Takt fahren die bahnen dann nur noch alle zehn Minuten. Trotzdem könnten damit mehr Passagiere als jetzt mitfahren. Auch Dietmar Keil, der für die FDP im Ortsbeirat sitzt, bemängelt die Streckenführung über die Chemnitzer Straße. „Wir werden verhindern, dass intakte Straßen aufgerissen werden, solange Seitenstraßen in Plauen reine Schlaglochpisten sind“, sagt er.

Wo soll die Endhaltestelle für die neue Linie 5 sein?

Der Haltepunkt Plauen ist als Haltestelle ein Muss auf der Strecke der neuen Linie“, sagt Andreas Hoppe. Künftig sollen Fahrgäste der S- Bahn schnell in die Bahn umsteigen können, und das behindertengerecht. Nach den vorgestellten Plänen soll am Haltepunkt auch die Endstation der Linie 5 sein. Auf dem Grundstück des ehemaligen Speichers der Bienertmühle ist eine Gleisschleife geplant. Das verärgert vorallem die Anwohner an der Hofmühlenstraße. Die haben im alten Dorfkern Plauen die historischen Häuser saniert. „Eine Schleife passt nicht in den Dorfkern“, sagt Anwohnerin Elke Gloger. Dabei ist noch gar nicht entschieden, wo genau die Endhaltestelle sein soll. Zum einen, weil der DVB das Grundstück gar nicht gehört. Zum anderen, weil es Alternativen gibt.

Möglich wäre auch die vorhandene Schleife an der Agnes- Smedley- Straße zu nutzen. Das wiederum wäre zeitlicher und finanzieller Mehraufwand, weil die geplante Strecke verlängert werden müsste. Nach einem anderen Vorschlag könnten Zweirichtungsbahnwagen am F.- C.- Weißkopf- Platz halten. Eine Gleisschleife wäre dann überflüssig. Doch auch das lehnt Andreas Hoppe ab. Zum einem wäre es teurer, solche Bahnen für die Linie 5 zu kaufen. Zum anderen würden die Bahnen dann nicht bis zum Haltepunkt Strehlen fahren.

Welche Auswirkungen hat die Bahn für die Autofahrer?

Zwischen Nürnberger und Josephinenstraße gibt es fünf Bushaltestellen auf anderthalb Kilometern. Zwar fahren die Autos auf zwei Spuren. An Haltestellen blockieren die Busse aber eine davon.Autofahrer beklagen sich über das ständige Stop and Go. Mit der neuen Bahnlinie könnte die Zahl der Haltestellen verringert werden, ist ein Vorschlag aus der Versammlung.

Damit wären allerdings alte und gehbehinderte Fahrgäste benachteiligt, erwidert Andreas Hoppe. Nach den jetzigen Planunge sollen zudem die Bahnen auf dem vorhandenen Grünstreifen in der Mitte der Straße fahren und halten. „Genügend Platz dafür gibt es dort schon jetzt“, sagt der Verkehrsplaner.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 21. März 2013


15.03.2013; 20:50:39 [21]

DVB testet "CapaCity" aus Darmstadt  (Fotos gibt's hier!)

Ein extralanger Liniebus ist seit gestern in Dresden unterwegs. Die DVB starten damit bis Ostern einen Testlauf auf der nachgefragten Linie 62 zwischen Johannstadt und Löbtau. Außerdem soll das Fahrzeug auf dem Ersatzverkehr für die Straßenbahnlinie 11 zwischen Bühlau und dem Neustädter Bahnhof eingesetzt werden. Der Bus - eine Leihgabe des Verkehrsunternehmens aus Darmstadt - ist mit rund zwanzig Metern etwa zwei Meter länger als die üblichen DVB-Busse und hat damit Platz für rund 30 zusätzliche Fahrgäste. Mit dem Test wollen die Verkehrsbetriebe herausfinden, ob der Mega-Bus auch für Dresdens Straßen und Topografie geeignet ist.

Ein Kauf solcher oder ählich langer Busse sei durchaus denkbar. Sie würden helfen, die Platzprobleme im Berufsverkehr zu lösen, sagte DVB-Sprecher Falk Lösch. Die DVB setzen auf der Linie 62 aber langfristig auf den Bau einer Straßenbahnverbindung. Die Busse kosten bis zu 375.000 Euro und damit 75.000 Euro mehr als Standardwagen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 15. März 2013


15.03.2013; 18:43:34 [20]

DVB verschrottet 15 Tatra-Wagen in Tolkewitz

Fans nahmen Abschied und Erinnerungsstücke mit.   (Fotos gibt's hier!)

Wehmut macht sich seit Montagmorgen auf dem Straßenbahnhof in Tolkewitz breit. Vorsichtig dreht sich ein Baggergreiferarm über einen der letzten Tatra-Triebwagen. Er öffnet sich, senkt sich ab und greift zu – jetzt hat der Bagger das Dach und kleine technische Anlagen in seiner Hand. Bis zum Ende der Woche (bis Donnerstag; Anmerkung stena) werden die letzten der fast 50 jahre alten Straßenbahnen verschrottet. Vorbeifahrende Straßenbahnen verlangsamen ihre Geschwindigkeit und nehmen so symbolisch Abschied. Genauso, wie zwanzig Tatra-Begeisterte. Sie stürzten sich auf die letzten Teile und nahmen sie als Andenken mit. Ob Blinker oder Lautsprecher, die Fans konnten sich für alles begeistern.

Im Dezember 1964 – die Folgen des Krieges waren noch immer spürbar – fuhren drei Tatras des Types T3 testweise durch die Straßen Dresdens. Es durften keine Straßenbahnen selbst gebaut werden, so mussten diese aus der CSSR importiert werden. Über vier Jahrzehnte prägten dann die Triebwagen aus den Prager „CKD-Werken“ das Dresdner Stadtbild. Seit Mai 2010 fahren jedoch diese nur noch auf Verstärkerfahrten zu besonderen Anlässen mit erhöhtem Fahrgastaufkommen. Das ist auch immer noch, erklärt Falk Lösch, Unternehmenssprecher der DVB.

Die Ältesten von ihnen sollen jedoch verschrottet werden. 15 werden wir jetzt endgültig entsorgen“, sagt er. „Verkaufen lohnt sich nicht, da sie keinen Wert mehr haben. Ebenso viele können jetzt noch zur Personenbeförderung eingesetzt werdem“, so Lösch.

Die restlichen gelben Wagen werden für technische Aufbesserungsarbeiten genutzt, wie etwa zum Schienenschleifen.

Die alten und auseinandergenommenen Straßenbahnen werden nun auf dem Müll entsorgt. Schon bevor sie so mühevoll zerlegt wurden, waren sie fahrunfähig. Die Zeit nagte an den Wagen und so gestaltete sich die Ersatzteilsuche als immer schwieriger.

Die vorhandenen Niederflurgelektriebwagen sollen in Kombination mit den letzten T4D-Wagen für den Personenverkehr ausreichen. Neuanschaffungen seien laut Lösch in der nächsten Zeit nicht geplant.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 13. März 2013


15.03.2013; 16:48:19 [19]





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